Mehr Fahrradminuten machen den Unterschied aus 13.08.2019, 14:08 Uhr

Studie: E-Radfahrer bewegen sich mehr als Muskelradfahrer

Bewegen sich Elektroradfahrer mehr als Muskelradfahrer? Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie über beide Nutzergruppen. Wesentlich dazu beitragen sollen die erheblich längeren Strecken, die E-Radfahrer zurücklegen.
15 Prozent der E-Radfahrer aus der Studie sind von Bus und Bahn auf das Pedelec umgestiegen.
(Quelle: Qwic )
Für das von der Europäischen Kommission geförderte Forschungsprojekt „Physical Activity Through Sustainable Transport Approaches“, erschienen im „Journal Transportation Research Interdisciplinary Perspectives“, haben die Forscher die Studienteilnehmer aus Antwerpen und Zürich in mehrere Gruppen geteilt: E-Radfahrer, darunter auch solche, die zusätzlich ein unmotorisiertes Fahrrad nutzen wurden verglichen mit Nutzern herkömmlicher Fahrräder.
Durchschnittlich waren die E-Radfahrer 48,1 Jahre alt und legten durchschnittlich mit dem E-Rad 9,4 Kilometer pro Fahrt zurück und auf dem Fahrrad 8,4 Kilometer pro Fahrt. Die Muskelradfahrer waren im Mittel 41,4 Jahre alt und radelten im Mittel 4,8 Kilometer pro Fahrt. Die Radfahrer verbringen zwar mit mit 30,3 Minuten am Tag fast so viel Zeit auf dem Fahrrad, wie die E-Radfahrer auf dem E-Rad. Bei den E-Radfahrern aber kämen noch weitere 13,4 Minuten auf dem Fahrrad dazu.
Eben diese zusätzliche Zeit auf dem Fahrrad führe dazu, dass außerdem die körperliche Aktivität bei den E-Bikern messbar höher sei als bei den Bio-Bikern. Umgerechnet auf die Zeiteinheit (nicht Wegstrecke!) war indes die körperliche Aktivität von E-Bikern und Fahrradfahrern fast gleich. 
40 Prozent der E-Radfahrer gaben an, dass sie mit dem Elektrorad das Auto (25%) oder Bus und Bahn (15%) ersetzen. Bei diesen Personen steigt also die körperliche Aktivität durch das E-Rad stark an. Wer jedoch das Fahrrad durch das E-Rad ersetzt (23%), der werde geringfügig inaktiver.
Die Autoren der Studie schlagen vor, das E-Bike als gesundes Verkehrsmittel zu fördern, etwa durch bessere Radwege, welche auch höhere Geschwindigkeiten ermöglichen sollen. Eine Subventionierung könnte man mit Einsparungen durch gesundheitlichen Vorteile gegenüber Autos erklären.



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