Sicherheit auf dem Rad 07.09.2022, 09:46 Uhr

Mülheim baut Radmotorikpark für Kinder und Ältere

Die Stadt Mülheim an der Ruhr plant einen so genannten „Radmotorikpark“ für Fahrradanfänger und -anfängerinnen. Kinder und Ältere können dort sicheres Radfahren üben.
Mülheim plant einen Fahrradparcours für Kinder und Ältere (Symbolbild zeigt Kind auf Rad vor Pylonen).
(Quelle: Shutterstock / Krisda Ponchaipulltawee)
Mit dem Radmotorikpark will Mülheim eine innovative Sportgelegenheit für Kinder, Jugendliche und ältere Bügerinnen und Bürger schaffen. Die Anlage soll die Motivation, Fahrrad zu fahren, stärken und dabei die motorischen Fähigkeiten verbessern. Der geschickte Umgang mit dem Fahrrad wird dabei auf spielerische Art und Weise durch unterschiedlich schwierige Hindernisse und Streckengestaltungen geschult. Durch die Auswahl verschiedener Fahrstrecken und Hindernisse können sich Übende langsam an die Herausforderungen herantasten, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Außerdem bleibt der Spaß im Radmotorikpark langfristig erhalten, weil es so viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten gibt – dazu noch mit sportlichem Steigerungspotential.
Der neue Radmotorikpark soll auf der Sportanlage Hügelstraße in Winkhausen entstehen. Er wird zu festgelegten Zeiten für alle frei zugänglich sein. Geplant sind außerdem Kurse und Veranstaltungen. An der Planung beteiligen sich der Mülheimer Sportbund, zwei Radsportvereine, eine Grundschule sowie die Verkehrswacht Mülheim. Alle genannten Institutionen wollen den neuen Radmotorikpark mit Gruppen nutzen, es soll Angebote für Kinder und Jugendliche sowiie Seniorinnen und Senioren geben.

Zu wenig Übungsflächen für Fahrradanfänger

Die Idee zum Radmotorikpark war entstanden, weil es in Mülheim kaum attraktive Flächen zum Fahrradfahren-Üben oder zum Verbessern der Fahrtechnik gibt. Den Mülheimer Sport Service erreichen außerdem immer wieder Anfragen von Eltern, wo sie ihren Kindern das Radfahren beibringen können. Weil die Flächen dafür fehlen, weichen viele unter anderem auf Skateanlagen oder Parkplätze aus. Das sorgt nicht nur für Probleme mit den eigentlichen Nutzern und Nutzerinnen dieser Flächen, sondern ist auch noch gefährlich. Mit dem Bau des Radmotorikparks bekommen Radfahrende ihren eigenen Bereich zum Lernen und Üben.
„Der Radmotorikpark soll dann im nächsten Jahr fertiggestellt werden“, sagt Mühlheims Sportdezernent David Lüngen. Er wäre in dieser Form einzigartig in Deutschland. „Vielen Fahrradfahrerinnen und Radfahrern in und um Mülheim könnte er dann eine spannende und sichere Freizeitmöglichkeit bieten, um die eigenen Fähigkeiten auf dem Rad spielerisch zu verbessern.“ Die Kosten zahlt im Wesentlichen das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit einem Zuschuss von fast 400.000 Euro.

Fahrsicherheitskurse im Aufwind

Das Angebot an Sicherheitskursen für Radfahrer und Radfahrerinnen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auch Kinder gehören zu den Zielgruppen, etwa in innovativen Kursen wie dem Sicherheitskurs mit LKW, organisiert vom Paul-Lange-Mitarbeiter Michael Wald. Besonders früh entwickelte der Branchenexperte Matthias Faber Sicherheitskurse für Pedelec-Kundschaft. Die Unfallforschung der Versicherer empfahl erst kürzlich die Teilnahme an Sicherheitskursen für ältere Fahrradanfänger und -anfängerinnen.



Das könnte Sie auch interessieren