Hochschulstudie 22.03.2017, 22:29 Uhr

Wie gesund ist Elektroradfahren?

Die gesundheitlichen Effekte des Elektroradfahrens will die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit der Leibniz Universität Hannover und der Zweirad-Einkaufsgenossenschaft (ZEG) erforschen.
Dabei soll festgestellt werden, wie groß die körperliche Beanspruchung bei der Nutzung des E-Rades im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad ist und welche Schlussfolgerungen für die Gesundheit daraus gezogen werden können. Dazu werden momentan 800 Männer und Frauen auf Pedelecs untersucht sowie für eine Kontrollgruppe 400 Personen mit unmotorisierten Fahrrädern. „Das wird die größte Untersuchung auf diesem Gebiet. Bis heute gibt es noch keine Studie zum Präventionspotenzial von E-Bikes“, sagt Professor Dr. Uwe Tegtbur, Direktor des Instituts für Sportmedizin der MHH.

Georg Honkomp, Vorstandsvorsitzender der ZEG, findet: „Der gesundheitsfördernde Effekt des Radfahrens ist unbestritten. Die Rolle des E-Bikes für eine effektive Gesundheits- und Fitnessförderung ist bislang aber noch weitgehend ungeklärt. Wir erwarten uns aus der Studie wesentliche Erkenntnisse, die wir an unsere Kunden weitergeben und in unsere Produkte einfließen lassen können.“

Die Studie läuft in zwei Etappen ab. Das E-Rad- bzw. Fahrradnutzungsverhalten wird zwei Monate nach dem Kauf und zwölf Monate nach dem ersten Messzeitraum über jeweils vier Wochen gemessen. Bei allen Fahrten wird die Herzfrequenz erfasst, sowie die Geschwindigkeit und Dauer der Fahrten. Weitere Daten werden über Fragebögen erhoben.
Gefördert wird das Projekt aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Insgesamt sollen 1.200 Radfahrer untersucht werden.


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