Digitale Beratung 08.04.2020, 11:08 Uhr

Rose kündigt Verkauf per Instagram-Livestream an

Der Fahrradhändler Rose Bikes baut die digitale Kundenberatung mit Video-Chat über Whatsapp und Facetime aus. Heute sendet Rose erstmals eine Instagram-Verkaufsshow per Livestream.
Mitarbeiter bei Rose Bikes
(Quelle: Rose Bikes )
Die Türen der Biketown in Bocholt sowie der Filialen in München und Posthausen sind seit Mitte März geschlossen. Der Fahrradhändler Rose Bikes startete darum letzte Woche einen Testlauf für die digitale Kundenberatung mit Video-Chat über Whatsapp und Facetime. Außerdem startet heute um 20 Uhr ein Teleshopping-Format über Instagram, der Stream dauert bis 21 Uhr. Der Verkaufs- und Technikexperte Boris Fastring aus der Biketown und Radsportprofi und die Influencerin Marta Swiatlon, die bei Rose als Social Media Managerin arbeitet, präsentieren in einem Teleshopping-Format die wichtigsten Neuerungen eines neuen Gravel-Rads. Kunden können im Instagram-Livestream Fragen stellen und Produkte bestellen.
„Wir wollen mit den Instagram Livestreams Entertainment, Informationen und Shopping zusammenbringen. Unsere Kunden sind digital affin, daher testen wir, wie erfolgsversprechend das Livestream-Format sein kann – gerade in der jetzigen Phase des Lockdowns“, erklärt Anatol Sostmann, Director Product & Brand bei Rose Bikes.
Seit letzter Woche führt der Fahrradhändler im Testbetrieb die Kundenberatung per Live-Video-Chat durch. Zwei Mitarbeiter aus dem Verkaufsteam der Bocholter Biketown sind aktuell für Kunden erreichbar. Über ein Terminbuchungstool kann man einen Beratungstermin vereinbaren, dann wird man per Whatsapp-Videocall umfassend von den Rose-Experten beraten. „Wir sind begeistert über den Testlauf“, zeigt sich Tim Böker, Director Retail & Expansion, erfreut. „In der ersten Woche konnten wir insgesamt 23 Beratungstermine pro Tag abwickeln, und dabei eine Konversionsrate von 80 Prozent erzielen. Klar ist, wir bauen den Service weiter aus!“
Digitaler Run auf den Fahrradhandel
Die Biketown ist der Flagshipstore von Rose Bikes in Deutschland und macht einen Jahresumsatz von knapp 19 Millionen Euro. Rose Bikes beschäftigt allein in der Biketown über 75 Mitarbeiter, die aktuell nahezu alle in der Logistik eingesetzt würden, um die digitalen Bestellungen abzuwickeln. Aktuell ist das Omnichannel-Unternehmen mit dem „Online-First-Ansatz“ von der Schließung des Fahrradfachhandels nicht so stark betroffen, da 80 Prozent des Umsatzes über den Online-Shop erzielt wird. „Die Besuchsfrequenz auf unseren Seiten ist deutlich höher als vor der Krise. Wir merken, dass die Leute sehr viel mehr Zeit zum Stöbern haben. Sogar die Politik rät aktuell dazu, Fahrrad zu fahren. Unsere Branche ist ein wichtiger Teil der Nahverkehrsmobilität, damit die Leute überhaupt zum Supermarkt fahren können“, so Böker.
Während der Schließungsphase wird die Biketown von innen runderneuert. Die Kundenführung durch den Shop wird optimiert, Laufwege werden entsprechend der Sortimentskuratierung angepasst. „Wir leiten alle Maßnahmen ein, um den Kunden ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten, sobald wir unsere Ladentür wieder aufsperren dürfen“, erläutert Böker. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Biketown nur für den Werkstattbetrieb geöffnet, um den Kunden die Nahverkehrsmobilität zu gewährleisten.



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