Vortrag im Bundestag 05.11.2019, 09:41 Uhr

VSF erklärte Politikern den Fahrradfachhandel

Der Verbund Service und Fahrrad (VSF) hat im Berliner Bundestag den Nutzen des Fachhandels für die Nahmobilität und die Stadtkultur erklärt. Albert Herresthal erklärte auch, welche Vorteile eine Mehrwertsteuersenkung für Fahrräder bringen würde.
VSF
(Quelle: Albert Herresthal (Mitte) erklärte Politikern den Fachhandel. )
„Bedeutung der Fahrradwirtschaft – Potenziale des Fachhandels“, so lautete der Titel des Vortrags, zu dem der Vorstand des Parlamentskreises Fahrrad in den Saal des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag eingeladen hatte.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann moderierte der VSF-Geschäftsführer Albert Herresthal die 90-minütige Veranstaltung. Er erklärte den Bundestagsabgeordneten zunächst die wirtschaftliche Relevanz der Fahrradbranche. Dabei zeigten sich die Mitglieder des interfraktionellen Parlamentskreises nach Angaben des VSF sehr interessiert an den präsentierten Zahlen und Hintergründen. Weiterhin stellte Herresthal die Innovationen dar, durch die sich der Fachhandel in den letzten zehn Jahren erheblich verändert habe. Dabei war die Qualifizierung der Mitarbeiter ebenso ein Thema wie die Digitalisierung. Darüber hinaus betonte Herresthal die Bedeutung des stationären Fachhandels für die lückenlose Nahmobilität und für die Stadtkultur. Herausgestellt worden sei die Fähigkeit des stationären Fachhandels, analoge und digitale Welt zu verknüpfen und durch Probefahrt und ergonomische Anpassung ein Einkaufserlebnis zu bieten.
Im Diskussionsteil der sehr gut besuchten Veranstaltung – auch der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Cem Özdemir war mit dabei – ging es um aktuelle Probleme des Radverkehrs und um die politischen Rahmenbedingungen. Hier sei deutlich geworden, dass es eine große Übereinstimmung der Branchenverbände bei den Forderungen zur Radverkehrsförderung gebe. Der VSF-Geschäftsführer nutzte die Gelegenheit aber auch dazu, spezifische Forderungen zu präsentieren. So ging es etwa um das Inverkehrbringen von verkehrssicheren Fahrrädern und Pedelecs anstelle von so genannten „Kartonfahrrädern“, mit deren fachgerechter Endmontage Verbraucher häufig überfordert sind.
Weitere Themen waren eine vom VSF geforderte Mehrwertsteuersenkung auf Produkte und Dienstleistungen der Fahrradbranche sowie eine Liberalisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen für S-Pedelecs, damit dieses Fahrzeug sein Potenzial für Pendler künftig besser ausspielen könne.



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