E-Räder für 100.000 Euro weg 28.05.2019, 14:48 Uhr

Einbrecher plündern Fahrradgeschäft im Allgäu

Die bayerische Polizei meldet einen Einbruch in das Fahrradgeschäft Radsport Trübenacher in der Nacht von Sonntag auf Montag in Bad Wörishofen im Allgäu. Der Schaden ist erheblich.
Blaulicht eines Polizeiautos (Symbolbild)
(Quelle: Pixabay )
Bislang unbekannte Täter verschafften sich über ein Seitenfenster Zugang zu dem Geschäft in der Türkheimer Straße und hebelten zum Abtransport der Beute das Schaufenster aus. Die Unbekannten entwendeten 30 neue E-Bikes im Gesamtwert von rund 100.000 Euro.
Der Einbruch wurde am Montagmorgen von einem Passanten festgestellt, der den Polizeinotruf absetzte. Die Kriminalpolizei Memmingen geht davon aus, dass sich die Tat zwischen kurz nach Mitternacht und etwa vier Uhr morgens ereignet hat. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren mindestens zwei Täter beteiligt, sie benutzten zum Abtransport vermutlich ein größeres Fahrzeug, etwa einen Lkw oder einen Kleintransporter mit Anhänger.
Der Inhaber Josef Trübenbracher berichtet: „Die Täter hatten keinerlei Schamgefühl, sie waren auf den Videoaufnahmen klar erkennbar. Einer hat erst direkt in die Kamera geschaut und diese dann weggerissen. Die Polizei hat auch Fingerabdrücke gefunden, die sie den Tätern zuordnet. Möglicherweise lag diese geringe Vorsicht daran, dass die Täter nach dem Einbruch sehr schnell sehr weit weg gefahren sind, zum Beispiel ins tiefere Osteuropa.“
Die Ermittler suchen in diesem Zusammenhang Zeugen, denen in der Tatnacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind. Zudem ist für die Beamten von Interesse, ob Personen am vergangenen verkaufsoffenen Sonntag das Fahrradgeschäft oder das Umfeld ausgekundschaftet haben.
Die Erfahrungen vergangener Einbrüche lehren, dass das Auskundschaften von Geschäften, auch während der Öffnungszeiten, ein gängiges Vorgehen professioneller Diebesbanden im Vorfeld von Einbrüchen ist. Die Täter sind meist männlich, wirken eher nicht wie erfahrene Radfahrer und agieren oft in kleinen Gruppen. Alarmanlagen haben sich bereits mehrfach als wirksame Abschreckung herausgestellt. Versicherungen halten den Fachhandel dazu an, die Rahmennummern zu notieren, dies ist oft Voraussetzung für die Ersetzung des Schadens, und oft der einzige Weg, um bei Grenzkontrollen konfiszierte Räder zurück zu erhalten.


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