Sechs ungewöhnliche Produkte 09.07.2018, 08:58 Uhr

Eurobike kürt Gewinner der Start-up-Preise

Erstmals wurden auf der Eurobike die Preise für Start-ups vergeben. Ausgezeichnet wurden die Hersteller für ein Lastenrad, einen Zahnriemen, einen Lenker, ein Pedal, einen Anhänger und eine Brille.
Die Gewinner freuen sich über die Auszeichnung.
Die 20 Finalisten bekamen am Vortag der Messe auch die Gelegenheit, sich in Pitches einem breiten Publikum zu präsentieren. So freuten sich fünf Newcomer über einen Jury-Preis, während ein zusätzlicher Start-Up als Publikumsfavorit hervorging. Die Jurypreise gehen an:
Muli von Muli-Cycles
Statement der Jury: „Beim ‚muli‘ stimmt alles. Durch seinen kurzen Radstand, die geringe Breite und den kleinen Rahmen lässt sich das Fahrrad von großen und kleinen Menschen einfach steuern. Besonders beeindruckt hat uns, wie einfach der Kindersitz ein- und ausgebaut und der Transportkorb zusammengefaltet werden kann. Insbesondere für Familien empfehlenswert."
Split Belt Drive von Veer
Statement der Jury: "Diese Innovation eines offenen Riemens, der auch noch nachrüstbar ist, bringt einen echten Fortschritt, wenn sich die Funktionsweise bewährt. Der Nachteil, dass am Rahmen Veränderungen vorgenommen werden müssen, um den Riemen zu wechseln, ist damit nicht mehr gegeben, während die bekannten Vorteile des Riemenantriebs erhalten bleiben."
Wink Bar von Velco
Statement der Jury: "Dieses im Lenker integrierte Navigationssystem verfügt über zahlreiche sinnvolle Lösungen. Besonders die einfache Wegführung über Lichtsignale hat uns überzeugt. GPS- und GSM-Verbindung für die dazugehörige App sind bereits im Lenker integriert. Für Navigationssysteme ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zudem sehr gut."
PED von Spearoad
Statement der Eurobike Jury: "Eine Innovation, die Sichtbarkeit und Sicherheit beim Radfahren erhöht, ohne dass dazu Batterien oder Aufladeprozesse notwendig sind. Ausschlaggebend bei diesem Leuchtpedal war für uns, dass die Energie für das Licht beim Treten erzeugt wird. Besonders für Kinder empfehlenswert."
Trenux von Trenux Trailers
Statement der Eurobike Jury: "Beim Trenux zeichnen wir die Idee aus. Das Konzept eines Fahrradanhängers, der zusammengefaltet auf den Gepäckträger passt, finden wir genial. Werden die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Idee gut gelöst, sehen wir dafür einen großen Markt."
Der Eurobike Publikumspreis geht an Tri Eye von CFongen. Die Idee einer Brille mit integriertem Rückspiegel hat das Publikum am meisten überzeugt. So kann man im Straßenverkehr auch im Blick behalten, was hinter einem geschieht, ohne sich umdrehen zu müssen.
74 Jungunternehmen hatten sich mit ihren Produktideen für den Eurobike Start-up Award beworben. Aus diesen Bewerbern wählte die Jury die 20 vielversprechendsten Innovationen aus. Sie wurden von den Start-up-Unternehmen im Foyer Ost der Messe Friedrichshafen den Zuschauern in jeweils dreiminütigen Pitches präsentiert. Die von zwei Fachvorträgen eingerahmte Veranstaltung war nicht nur für Fachbesucher, sondern auch für das breite Publikum offen. In einer Abstimmung wurde schließlich der Publikumspreis ermittelt. Gleichzeitig kürte die Fachjury ihre Favoriten.
Geleitet wurde die sechsköpfige Jury von Ulrike Saade, die seit vielen Jahren als Händlerin, Beraterin und Organisatorin von Events in der Fahrradbranche aktiv ist. Auf eine langjährige Erfahrung in der Fahrradbranche blickt auch Jurymitglied Dirk Sandrock zurück. Durch die von ihm mitbegründete Momes GmbH brachte er zudem Insider-Wissen aus einem Jungunternehmen mit ein. Die Beraterin Ursula Kloé steuerte ihre Expertise aus den Bereichen Innovationsentwicklung und Nutzererfahrung bei, während ihr Jurykollege Egbert Hünewaldt auf die Finanzierung nachhaltiger Unternehmen spezialisiert ist. Burkhard Stork ist als ADFC-Geschäftsführer einer der bekanntesten Vorkämpfer für die Fahrradförderung in Deutschland. Komplettiert wurde die Jury durch den Fahrradsachverständigen Ernst Brust von Velotech.de, der seine technischen Kenntnisse mit einbrachte.



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