Trotz Konjunkturpessimismus 07.05.2019, 11:09 Uhr

GfK: Konsumklima stabilisiert sich

Die Gesellschaft für Konsumforschung (Nürnberg) stellt fest, dass das Konsumklima sich im April bereits wieder stabilisiert hat, nachdem es zuletzt zweimal in Folge gesunken war.
Hand mit Kreditkarte
(Quelle: Pixabay )
Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung sollen auf ohnehin hohem Niveau zulegen, während die Konjunkturerwartung dagegen ihre Talfahrt fortsetze. Die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung ginge damit weiter auseinander. Die bereits über ein Jahr anhaltende Talfahrt der Konjunkturaussichten der Verbraucher setze sich – nach einer kurzen Unterbrechung im Vormonat –  im April fort.
Bei den Verbrauchern nimmt die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wieder etwas zu. Eine globale Abschwächung der Konjunktur, das nicht endende Hin und Her um den Brexit sowie der anhaltende Handelskonflikt mit den USA sorgen dafür, dass das Risiko einer Rezession zuletzt wieder etwas gestiegen sei, so die Forscher. Vor allem Handelsbeschränkungen, wie zum Beispiel höhere Zölle, seien für die Exportnation Deutschland eine ständige Bedrohung.
So hat auch die Bundesregierung jüngst ihre Wachstumsprognose für Deutschland für dieses Jahr von einem auf 0,5 Prozent abgesenkt. Die Regierung geht allerdings nur von einer vorübergehenden Schwächephase aus, denn bereits im kommenden Jahr soll das Wirtschaftswachstum wieder 1,5 Prozent betragen.
Einkommenserwartung trotzt weiterhin der Konjunkturschwäche
Nach wie vor stemmen sich die Einkommensaussichten gegen die schwächelnde Konjunktur. Da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Schwächephase stabil bleiben soll, sehen die Konsumenten bislang offenbar keinen Grund, ihren Einkommensoptimismus aufzugeben. Vor allem die anhaltend positive Entwicklung der Löhne und Gehälter als Folge eines florierenden Arbeitsmarktes ist eine entscheidende Stütze. Zumal von der guten Lohnentwicklung auch in diesem Jahr die Rentner profitieren werden. Somit geht auch die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung wieder weiter auf. 
Einkommensaussichten stützen Anschaffungsneigung
Von steigenden Einkommensaussichten im April profitiert auch die für den Fahrradfachhandel relevante Anschaffungsneigung: Nach zwei Rückgängen in Folge habe sich das Konsumklima wieder stabilisiert. Die GfK geht davon aus, dass die privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen werden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Verunsicherung durch die weltwirtschaftliche Eintrübung, den Handelskonflikt sowie den Brexit unter Beschäftigten nicht weiter ansteige. In diesem Fall, so warnt das GfK, wäre sicherlich auch die Konsumkonjunktur betroffen und die aktuelle Prognose wahrscheinlich nicht zu halten.


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