Verkehrswende 29.11.2019, 10:39 Uhr

Rückschlag für Fahrradtiefgarage in Bielefeld

In Bielefeld hat die Bezirksvertretung Mitte gegen eine unverbindliche Empfehlung einer Fahrradtiefgarage gestimmt. Endgültig entschieden wird aber erst am 12. Dezember im Stadtrat.
Fahrradparkhaus im niederländischen Utrecht
(Quelle: ADFC)
Voraussetzung für die Abstimmung im Stadtrat ist, dass eine Mehrheit das Thema auf die Tagesordnung nehmen will. Nach Auskunft des Bielefelder Fraktionssprechers der Grünen Klaus Rees gibt es eine parteienübergreifende, knappe Mehrheit dafür.
Die Stadt Bielefeld möchte mit der Tiefgarage den Anteile des Kfz-Verkehrs senken, und so die Luftqualität verbessern. Dafür soll auch eine Autospur weichen und stattdessen für Busse und Fahrräder umgebaut werden - oft ein hitzig diskutiertes Problem bei der Flächenverteilung.
Kritik gibt es auch an den Kosten: 8,4 Millionen Euro soll selbst die bereits abgespeckte Version nach Angaben des Bielefelder ADFC kosten, in der maximal noch 1.000 Fahrräder unter dem Jahnplatz abgestellt werden können. Hinzu kämen jährlich 900.000 Euro für den Unterhalt. Der ADFC sieht aufgrund der teils wild abgestellten Fahrräder in dem Gebiet großen Bedarf für ein Fahrradparkhaus.
Sollte das diskutierten Fahrradparkhaus am Jahnplatz in zentraler Innenstadtlage mit viel Busverkehr kommen, so könnte dort eine Mietrad-Flotte angesiedelt werden. Auch eine Reparaturwerkstatt böte sich an.


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