„Stauland Nummer 1!“ 11.01.2018, 09:52 Uhr

ADFC kritisiert Groko-Verhandlungen

Die Unterhändler der großen Koalition halten nach Ansicht des ADFC an einer autofokussierten Verkehrspolitik fest und ignorieren den Radverkehr. Der ADFC ist sauer.
Der ADFC fordert mehr Geld für den Radverkehr. Bild: ADFC/Gerhard Westrich
Nach ersten Zwischenergebnissen sollen zwar Fahrverbote vermieden und die Luftreinhaltung verbessert werden, so der ADFC, doch Alternativen zum Auto würden die Verhandler nicht vorsehen. Ebenso wenig sei die Förderung des Radverkehrs in den Zwischenergebnissen vorgesehen.
ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann sagt: „Dass SPD und Union mit Gewalt am Verbrennungsmotor festhalten wollen, ist schon ein dickes Ding. Aber dass sie ernsthaft glauben, dass man allein mit Autopolitik und ein bisschen mehr ÖPNV die Städte wieder lebenswert machen kann, ist fatales Wunschdenken von vorgestern. Ohne Fahrrad ist das alles Blabla. Deutschland wird mit dieser Groko Stauland Nummer 1!“
Konkret fordert der ADFC von der nächsten Bundesregierung:
  • die Anhebung der Bundesmittel für den Ausbau der Radinfrastruktur auf mindestens 800 Millionen Euro im Jahr (bisher: 130 Millionen Euro)
  • die Förderung von Radschnellwegen und Vorrang für diese in Ballungsräumen vor dem Autobahnausbau
  •  zweckgebundene Finanzmittel für Kommunen zum Ausbau des Radverkehrs
  • „Vision Zero“ (null Tote im Straßenverkehr) als oberstes Ziel in der Straßenverkehrsordnung
  • Orientierung der kommunalen Verkehrspolitik am Leitbild der lebenswerten Stadt


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