Geschäftsbericht 2019 14.02.2020, 10:03 Uhr

Shimano meldet steigenden Umsatz und Gewinn

Der japanische Teilehersteller Shimano meldet moderat steigenden Umsatz und Gewinn. In Europa hätten sich sportliche Pedelecs gut verkauft. Auch das Geschäft mit „Steps“ Elektroradkomponenten lief zufriedenstellend.
Börsenkurs (Symbolbild)
(Quelle: Pixabay )
Der Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2019 stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf 3,051 Milliarden Euro. Das operative Betriebsergebnis, also der Profit aus dem Tagesgeschäft ohne außergewöhnliche Einnahmen oder Ausgaben, stieg um 3,5 Prozent auf 571 Millionen Euro, das ordentliche Ergebnis gar um 5,6 Prozent auf 584 Millionen Euro.
Der Brexit und der Handelskonflikt zwischen China und den USA trübten die Konjunktur in Europa während des Geschäftsjahres 2019, der Konsum war dagegen aufgrund hoher Beschäftigung und Einkommen ein Lichtblick. In Japan waren die Geschäftsbedingungen der Unternehmen trotz des Trends zu einer allmählichen Erholung des persönlichen Verbrauchs aufgrund weltweiter protektionistischer Bewegungen mangelhaft, und das Tempo der wirtschaftlichen Erholung verlangsamte sich.
Pedelecs verkauften sich in Europa gut
In Europa profitierte der Verkauf von Kompletträdern vom guten Wetter, besonders sportliche Pedelecs verkauften sich gut, und die Lagerbestände der Händler in Europa blieben im Allgemeinen auf einem angemessenen Niveau. In Nordamerika verlief der Gesamtabsatz an Kompletträdern zwar leicht rückläufig, der Umsatz jedoch blieb aufgrund gestiegener Absatzpreise auf dem Niveau des Vorjahres. Die Lagerbestände der Händler blieben im Allgemeinen auf einem angemessenen Niveau. In China blieb der Einzelhandelsumsatz mit Fahrrädern auf dem Niveau des Vorjahres, da der zwischenzeitliche Abwärtstrend langsam zum Stilstand kam. Die Lagerbestände der Händler blieben auf einem angemessenen Niveau.
In Bezug auf die anderen Schwellenländer verzeichnete der brasilianische Markt aufgrund politischer Instabilität schwache Einzelhandelsumsätze, und der argentinische Markt stagnierte aufgrund der Auswirkungen der Währungsabwertung. Die Lagerbestände der Händler blieben mit Ausnahme des argentinischen Marktes im Allgemeinen auf einem angemessenen Niveau. Auf dem japanischen Markt blieb der Absatz von Sportfahrrädern der mittleren bis oberen Preisklasse zwar schleppend, blieb jedoch auf dem Niveau des Vorjahres, was teilweise auf gestiegene Absatzpreise zurückzuführen war, die auf eine stärkere Nachfrage nach hochwertigen Crossbike und E-Bikes für Arbeitspendler zurückzuführen war. Die Lagerbestände der Verteiler blieben auf einem angemessenen Niveau.
Gemessen an diesen Marktbedingungen wurden die neuen High-End-MTB-Komponenten „Deore XT“ und „SLX“ sowie die Gravelradgruppe „GRX“ für den mittleren bis oberen Bereich gut auf dem Markt aufgenommen. Auch das Geschäft mit „Steps“ Elektroradkomponenten verlief zufriedenstellend. Infolgedessen stieg der Nettoumsatz des Fahrradsegments gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis um 1,0 Prozent auf 486 Millionen Euro.
Aussicht für die Zukunft
Shimano äußert Bedenken, dass die Handelsprobleme zwischen den USA und China und die erhöhten geopolitischen Risiken im Nahen Osten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden. Darüber hinaus drohe die Wirtschaft in Europa aufgrund der Turbulenzen beim Brexit zu stagnieren. In den USA wird erwartet, dass der erweiterte persönliche Konsum zu einer anhaltenden wirtschaftlichen Erholung führt, während die Möglichkeit besteht, dass das Wirtschaftsklima durch die Entwicklung der Präsidentschaftswahlen beeinflusst wird. In Japan wird das Tempo der wirtschaftlichen Erholung aufgrund einer Reaktion auf die schnelle Nachfrage vor der Erhöhung der Verbrauchssteuer und einer Verlangsamung der Beschäftigungs- und Einkommensverbesserungen als recht moderat eingeschätzt. Unter diesen Umständen kündigt Shimano effizienteres Management an und rechnet mit 2,4 Prozent mehr Umsatz und einem Anstieg des operativen Gewinns um 1,0 Prozent.
Die Dividende bleibt unverändert, der Aktienkurs sank heute zunächst um 11 Prozent und erholte sich dann wieder.



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