Lokales Marketing für Gewerbetreibende 22.08.2019, 11:12 Uhr

Nachbarschaftsplattform Nebenan.de entdeckt den Fachhandel

Das Online-Nachbarschaftsnetzwerk Nebenan.de spricht Kleingewerbe an. Die Händler sollen dort gezielt Kunden aus ihrem Stadtviertel erreichen.
Online-Netzwerk (Symbolgrafik)
(Quelle: Pixabay )
Nebenan verzeichnet nach eigener Darstellung 1,3 Millionen aktive Nutzer. Dort können Nachbarn online miteinander reden. Seit wenigen Monaten steht die Plattform auch lokalen Gewerbetreibenden offen. 10.000 gewerbliche Nutzer sollen sich dort registriert haben. Über ein Gewerbeprofil können sich Händler und Dienstleister mit Menschen aus der direkten Umgebung vernetzen und online Vertrauen aufbauen, das offline zu neuen Kunden führen soll.
„Lokale Gewerbetreibende wirtschaften nicht nur in, sondern auch für ihre Viertel. Wir möchten ihnen durch ein Profil zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und dazu beitragen, dass die Menschen hinter den lokalen Geschäften der Nachbarschaft gesehen werden. Unter dem Motto ,Kauf nebenan' sensibilisieren wir die Nachbarn gleichzeitig dafür, wie wichtig lokale Händler und Dienstleister für das Leben in der Nachbarschaft und die lokale Infrastruktur sind,“ sagt Ina Remmers, Geschäftsführerin von Nebenan.
Viele Inhaber von kleineren Geschäften haben nach Einschätzung von Nebenan häufig nur limitiertes Know-how und eingeschränkte Budgets für professionelle Online-Shops oder umfassendes Online-Marketing. Dies will Nebenan lösen, weil man dort Teil einer bestehenden aktiven Gemeinschaft werde, ohne Algorithmen oder ein Versteigerungsverfahren für Anzeigen.
Der Berliner Fotograf Andreas Paul nutzt das Gewerbeprofil seit mehreren Monaten: „Keine andere Plattform funktioniert so extrem kiezbezogen. Bei Nebenan.de gibt es eine aktive Nachbarschaft, bei der ich unmittelbare Reaktionen bekomme. Ich freue mich, dass so viele Nachbarn unser Fotostudio bereits weiterempfohlen haben und neue Kunden über nebenan.de auf uns aufmerksam geworden sind.“
Das Gewerbeprofil ist in der Grundfunktion kostenlos, Zusatzpakete liegen zwischen acht und 59 Euro im Monat. Laut Handelsverband Deutschland drohe bis 2020 fast jedem zehnten Einzelhandelsgeschäft die Schließung.



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