Vorbild Europa 07.06.2017, 15:35 Uhr

Teure Fahrradunfälle in den USA

Radfahren wird in den USA immer beliebter, damit kommt es aber auch zu mehr Unfällen. Dies teilten Forscher der Universität von Kalifornien in einer Studie mit.
Blaulicht (Symbolbild)
Sie beziffern den Anstieg der medizinischen Kosten auf fast 800 Millionen US-Dollar jährlich. Im Zeitraum von 17 Jahren sollen sich die Kosten durch Fahrradunfälle bei Erwachsenen auf 237 Milliarden US-Dollar belaufen. Allein 2013 überschritten die Kosten 21 Milliarden Dollar. Während des Untersuchungszeitraums von 1997 bis 2013 kam es zu 3,8 Millionen nicht tödlichen Fahrradunfällen bei Erwachsenen und 9.839 Todesfällen. Auf Männer entfielen drei Viertel der gesamten entstandenen Kosten.
 
Laut Studienautor Thomas W. Gaither steigen die Kosten für Behandlungen infolge von Verletzungen mit dem
Fahrrad seit 1997 ständig an. Die Besuche in Notaufnahmen und Krankenhausaufenthalte haben sich deutlich
erhöht. Betroffen seien vor allem ältere Männer. Diese Unfälle mit motorisierten Fahrzeugen erhöhen aber auch die durchschnittliche Geschwindigkeit des Aufpralls beim Unfall und damit auch die Schwere der Verletzungen.
 
2013 entfielen fast 54 Prozent der gesamten durch Fahrradunfälle verursachten Kosten auf Fahrer, die über 45 Jahre alt waren. 1997 lag dieser Wert noch bei 26 Prozent. Die Studienautoren betonen, dass die
gesundheitlichen Vorteile deutlich größer sind als die Gesundheitsrisiken. Die Studienergebnisse machten jedoch auch die Folgekosten sichtbar.
 
Laut dem in der Studie zitierten Mediziner Benjamin N. Breyer könnten viele dieser Verletzungen jedoch durch sicherere Straßen verhindert werden: „Wir können hier von europäischen Städten lernen. Dort sind mehr Menschen mit dem Rad unterwegs und trotzdem kommt es zu weniger Unfällen." Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Injury Prevention" veröffentlicht.
Mehr zur Studie finden Sie hier.


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