Deuter und Gonso 28.11.2019, 13:07 Uhr

Schwan-Stabilo-Gruppe meldet durchwachsenes Geschäftsjahr

Die Schwan-Stabilo-Gruppe verzeichnet im Geschäftsjahr 2018/19 einen leichten Umsatzrückgang. Der Teilbereich Outdoor mit dem Rucksackhersteller Deuter (Gersthofen) und dem Bekleidungshersteller Gonso (Köngen) schneidet verhältnismäßig gut ab.
Mountainbiker mit Deuter-Rucksack
(Quelle: Deuter )
Die Firmengruppe Schwan-Stabilo behauptet sich in sehr volatilen Zeiten. Das Unternehmen verzeichnet im zurückliegenden Geschäftsjahr 2018/19 (Stichtag: 30. Juni) einen leichten Umsatzrückgang auf 662,5 Mio. Euro, zeigt sich jedoch angesichts der massiven weltweiten Marktturbulenzen zufrieden.
Im Bereich Outdoor, hierzu gehören auch der Rucksackhersteller Deuter und der Bekleidungshersteller Maier Sports mit seiner Marke Gonso, wurde das gute Ergebnis aus dem Vergleichszeitraum mit einem um 0,6 Prozent rückläufigen Umsatz auf 168,3 Millionen Euro bestätigt. Der Teilkonzern Schreibgeräte legte im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent zu und beendete das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 195,2 Millionen Euro. Im Teilkonzern Kosmetik sank der Umsatz um 7,4 Prozent auf 298,7 Millionen Euro.
„Wir erleben derzeit“, so Chief Executive Officer (CEO) Sebastian Schwanhäußer, „auf verschiedenen Ebenen massive Verschiebungen in unseren Märkten. Die Menschen haben ihr Kaufverhalten grundlegend geändert, klassische Vertriebswege verlieren stark an Bedeutung, vor allem auch durch die Omnipräsenz der Influencer. Hinzu kommt: das hohe Bedürfnis nach Individualität verdrängt Massenprodukte zunehmend und setzt etablierte Marken erheblich unter Druck.“
In der Konsequenz bedeute dies, so der Unternehmer weiter, „dass die Schwankungen in den Märkten immer deutlicher ausfallen und in vielen Bereichen rückläufige Tendenzen aufweisen. Davon ist kein Bereich mehr ausgenommen, wir stellen dies in allen unseren Teilkonzernen und auch in allen unseren geografischen Märkten fest.“
Dass sich Schwan-Stabilo in diesen „sehr volatilen Zeiten“ behaupten kann, führt er auf die Unternehmensführung zurück: „Wir haben uns mit den drei Standbeinen Kosmetik, Schreibgeräte und Outdoor nicht nur bewusst breit aufgestellt, wir haben vor allem auch in den vergangenen Jahren kräftig in neue Produkte und Märkte investiert. Unsere Initiativen in den neuen Bereichen kommen gut an und wir werden das mit Nachdruck fortsetzen.“
Näher, schneller, digitaler
Die Eckpunkte des eingeschlagenen Kurses fasst Schwanhäußer, der seit Beginn des neuen Geschäftsjahres mit Martin Reim als Chief Financial Officer (CFO) die übergreifende Verantwortung für das Gesamtgeschäft der Gruppe Schwan-Stabilo trägt, in drei Schlüsselbegriffen zusammen: „Näher, schneller, digitaler.“
Die Nähe zu den Märkten und zu den Kunden, die Schnelligkeit, mit der neue Produkte entwickelt werden und beim Verbraucher ankommen, und die Fähigkeit, Digitalität neu zu denken und sie nicht als Bedrohung, sondern als Teil der Lösung zu sehen, sind für den erfahrenen Manager die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Schwanhäußer: „Das gilt uneingeschränkt für alle unsere Konzernbereiche. Alle internen Indikatoren zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn sich das noch nicht vollständig in den aktuellen Zahlen widerspiegelt.“
Investitionen in E-Commerce
„Für uns ist es heute wichtiger denn je,“, so Finanzchef-Martin Reim, „unsere Mittel für den Ausbau digitaler Prozesse in der gesamten Firmengruppe einzusetzen, um näher beim Kunden und schneller am Markt zu sein. Konkret sind das etwa eine bessere Vernetzung in der Produktion oder Plattformen für digitale Produktinformationen, um beim boomenden E-Commerce mitspielen zu können.“



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