Riesenraubzug geklärt? 29.01.2019, 08:47 Uhr

Polizei schnappt Diebesbande

Kompletträder und Teile im Wert von Hunderttausenden Euro waren aus dem Fachgeschäft „Zweirad Schmidt“ in Hessen gestohlen worden. Jetzt ist ein großer Teil wieder da.
Aus diesem Geschäft stahlen die Täter Material für Hunderttausende Euro.
(Quelle: Zweirad Schmidt )
Als der Fachhändler Burkhard Schmidt, Inhaber des Geschäfts „Zweirad Schmidt“ am Sonntag, 20. Januar, nach Hause kam, ist ihm wohl etwas anders geworden: Diebe hatten sein Geschäft in Kilianstädten (Großraum Frankfurt) aufgebrochen und Material im Wert von Hunderttausenden Euro geklaut. 251 Pedelecs und Fahrräder sowie weiteres Material wie Reifen, Schläuche, Schlösser und Gepäckträger – einfach weg. Da Schmid gegenüber wohnt und an dem Wochenende nicht zu Hause war, vermutet er, die Täter hatten ihn ausspioniert. Sie müssen am Samstag Abend oder Sonntag durch das Toilettenfenster ins Geschäft eingedrungen sein und gezielt die teuersten Räder, teils noch in ihren Transportkartons verpackt, aus dem etwa 500 qm großen Ladengeschäft gestohlen haben. Für den Transport haben sie vermutlich mehrere Lastwagen oder einen sehr großen Lastwagen benutzt. Der Schaden wurde auf 200.000 bis 500.000 Euro geschätzt.
Die Polizei hatte ganz schnell eine heiße Spur: In Vielbrunn, etwa 80 Kilometer südlich von Kilianstädten, lokalisierten sie ein Lager mit Diebesgut. 150 Räder, davon 50 noch in der Originalverpackung, stellten sie schon am Mittwoch, 23. Januar, sicher. Für den Abtransport der Beute brauchten die Ermittler drei Lastwagen und Unterstützung von der Bereitschaftspolizei. Zwei Männer im Alter von 27 und 33 Jahren wurden direkt vor der Garage festgenommen, ihre Wohnungen durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Tabletrechner und Telefone würden aktuell ausgewertet und das Diebesgut seinen Besitzern zugeordnet, denn möglicherweise stammt die Beute aus verschiedenen Raubzügen. Auch der Verbleib von Schmidts restlichen Räder werde noch überprüft. Da die beiden tatverdächtigen Osteuropäer jeweils über einen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen, sind sie wieder auf freiem Fuß.


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