56 Pedelecs sind wieder da 02.03.2020, 10:34 Uhr

Fahrraddiebe scheiterten an GPS-Sicherheitssystem

Im Februar brachen Diebe in ein Fahrradgeschäft in Österreich ein und stahlen 56 Elektroräder. Sie wurden auf der Flucht erwischt. Gescheitert waren sie an der GPS-basierten Sicherheitssvorrichtung.
Polizist mit Pedelec (Symbolbild)
(Quelle: Pow Unity, Maria Kirchner Fotografie )
Im Februar brachen Langfinger in ein österreichisches Fahrradgeschäft in St. Johann ein und wähnten sich mit 56 gestohlen Rädern bereits in Sicherheit, als 240 Kilometer davon entfernt die Handschellen klickten. Polizisten stoppten den Transporter samt Dieben und Beute auf der Autobahn nach Osten und gaben die Fahrräder dem Inhaber des Fahrradgeschäftes zurück.
Der rasche Fahndungserfolg ist darauf zurückzuführen, dass die E-Bikes mit dem GPS-Tracker Bike Trax ausgerüstet waren. Das System ist in etwa so groß wie ein Feuerzeug und wird im Fahrrad versteckt. Von außen ist nichts zu sehen, wird das Bike aber unerlaubt bewegt, schlägt der Tracker auf dem Handy des Besitzers Alarm. So wird der Geschädigte also nicht nur über den Diebstahl informiert, sondern kann auch nachvollziehen, wo sich sein Rad befindet. Da Bike Trax auf Stromversorgung angewiesen ist, funktioniert der Tracker bisher nur bei E-Bikes.
„Im Durchschnitt haben wir ein bis zwei Straftaten pro Woche, die mithilfe unserer Diebstahlsicherung geklärt werden können“, sagt Stefan Sinnegger, CEO des Bike Trax-Herstellers Pow Unity. Er führt weiter aus: „Dieser Diebstahl ist bisher der Größte, den wir anhand unseres Systems aufdecken konnten und übertrumpft damit sogar den Erfolg in Berlin, wo ein Diebstahl von 20 E-Bikes verhindert werden konnte. Ohne Bike Trax wäre dem Laden beziehungsweise der Versicherung ein Schaden von über 100.000 Euro entstanden.“
Nach Angaben des Unternehmens nutzen mehr als 500 Händler die Diebstahlsicherung, auch weil immer mehr Versicherungen die Nutzung verlangen würden. Der Vertrieb konzentrierte sich bisher auf die Zielmärkte Deutschland, Österreich und die Schweiz und wird aktuell auf den gesamten EU-Markt ausgeweitet.


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