Geschäftsmodelle angepasst 09.02.2021, 08:14 Uhr

Zweiter Lockdown belastet Mittelständler etwas weniger heftig

Viele Mittelständler haben aus den Erfahrungen des Vorjahrs gelernt und neben Geschäftsmodellen offensichtlich auch Kostenstrukturen angepasst: Einer aktuellen Umfrage zufolge belastet der zweite Lockdown diese etwas weniger heftig als im März 2020.
(Quelle: shutterstock.com/BreizhAtao)
Der aktuelle Corona-Lockdown trifft Deutschlands Mittelständler einer Umfrage zufolge etwas weniger heftig als die Beschränkungen zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. „Viele haben aus den Erfahrungen des Vorjahrs gelernt und neben Geschäftsmodellen offensichtlich auch Kostenstrukturen angepasst“, erläuterte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW.
Zudem dürfte die wirtschaftliche Erholung im Sommer und Herbst geholfen haben, Liquiditätsreserven wieder aufzufüllen. Auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen trügen zur Stabilisierung bei.

Sinkende Nachfrage und damit verbundene Umsatzeinbußen

Vor allem sinkende Nachfrage und damit verbundene Umsatzeinbußen machen den Unternehmen zu schaffen. Der in diesem Januar durchgeführten Umfrage zufolge kämpfen rund 2,6 Millionen oder 68 Prozent der Mittelständler aktuell mit den Folgen des harten Lockdowns. Das sind zwar etwa 220.000 Unternehmen mehr als im vergangenen September, aber deutlich weniger als im Frühjahr. Damals fühlten sich 80 Prozent der kleinen und mittleren Firmen betroffen.

Die Einschätzung zieht sich durch nahezu alle Wirtschaftsbereiche: Industrie, Bau und selbst Dienstleister. Lediglich im Groß- und Einzelhandel spürten die Firmen der Umfrage zufolge ähnlich starke Auswirkungen wie bei den Beschränkungen im vergangenen Frühjahr. Die Gefahr einer Überschuldung bleibt der KfW zufolge in der Breite des Mittelstands überschaubar. Die Eigenmittelausstattung sei vor Beginn der Pandemie im Durchschnitt äußerst solide gewesen.

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