In Köln und Rumänien 10.10.2019, 12:15 Uhr

Polizei durchsuchte Wohnungen von E-Bike-Diebesbande

Die Polizei hat gestern in Köln sowie im rumänischen Sercaia mehrere Wohnungen von vermeintlichen Mitgliedern einer international agierenden E-Bike-Diebesbande durchsucht. Mehrere Fahrräder, Fahrradrahmen und hochwertige Werkzeuge wurden sichergestellt.
Einige der sichergestellten E-Bikes und Fahrrädern
(Quelle: Polizei Köln )
Am Mittwochmorgen wurden um sechs Uhr in Köln und Sercaia mehrere Menschen im Alter von 17 bis 59 Jahren unsanft geweckt. Hintergrund: Die Kölner Polizei sowie ihre rumänischen Kollegen durchsuchten Wohnungen, in denen vermeintlich Mitglieder eine E-Bike-Diebesbande wohnen sollen. Die dreizehn überwiegend verwandten Beschuldigten stehen im Verdacht, in wechselnder Tatbeteiligung 55 hochwertige E-Bikes in Köln gestohlen und in Einzelteilen nach Rumänien geschafft zu haben. Die mit Individualmerkmalen versehenen Fahrradrahmen wurden überwiegend in große Taschen verpackt und zumeist an rumänische Transportunternehmen übergeben. In Sercaia sollen die Bandenmitglieder die Räder wieder zusammengebaut und weiterverkauft haben.

Bei den Durchsuchungen konnten die Polizisten in Köln und Rumänien unter anderem zahlreiche Fahrräder, Fahrradrahmen und hochwertige Werkzeuge sicherstellen. Zudem wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Aktuell laufen noch die Auswertungen.

Im Frühjahr war die Bande ins Visier der Ermittlungsgruppe Fahrrad geraten, nachdem Polizisten in Süddeutschland bei der Kontrolle eines Transportfahrers eine in Köln aufgegebene Plastiktasche mit sechs Fahrradrahmen sichergestellt hatten. Weitere Ermittlungen zeigten, dass die Tätergruppierung straff organisiert und international vernetzt vorging. Die Polizei Köln setzte daraufhin eine gesonderte Ermittlungsgruppe auf die Beschuldigten an. Über Europol nahmen die Kölner Polizisten Kontakt mit ihren rumänischen Kollegen auf und koordinierten die zeitgleichen Durchsuchungen in Deutschland und Rumänien.

Polizeipräsident Uwe Jacob zeigt sich über die diesjährigen Erfolge bei der Bekämpfung der Fahrraddiebstähle hocherfreut: „Unsere aktuellen Ermittlungserfolge zeigen, dass eine Vielzahl der Fahrraddiebstähle auf die Konten von professionell agierenden Einzeltätern und Banden gehen, die grenzüberschreitend agieren. Das bestätigt mich in meiner Entscheidung, mit Ermittlungsgruppen gegen Fahrraddiebe vorzugehen. Bei über 9.000 gestohlenen Fahrrädern und mehreren Millionen Euro Schaden im letzten Jahr, kann man mitnichten von Bagatellkriminalität sprechen. In Zeiten, in denen das Verkehrsmittel ,Fahrrad‘ im innerstädtischen Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnt, finde ich die aktuellen Rückgänge der Raddiebstähle von rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr umso erfreulicher.“


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