Pedelecs im Monats-Abo 19.07.2019, 10:00 Uhr

Rydies und ADAC starten gemeinsamen Pedelec-Vertrieb in München

In Kooperation mit dem Dienstleister Rydies bietet der Allgemeine Deutschen Automobil-Club (ADAC) seinen Mitgliedern in München vom 15. Juli bis 31. Oktober Pedelecs zum Kauf oder im monatlich kündbaren Abonnement an.
Mahbod Asgari (rechts), Vorstand der ADAC SE, und Andreas Nelskamp, Geschäftsführer Rydies
(Quelle: ADAC )
Das Start up Rydies, ein Dienstleister für Mikromobilität, hat in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) ein neues Produkt- und Vermarktungskonzept entwickelt. Der ADAC wird es in einer ersten Markteinführungsphase seinen Mitgliedern in München von Mitte Juli bis Ende Oktober 2019 anbieten. Mit ADAC E-Ride können dort die Club-Mitglieder Pedelecs der niederländischen Marke Van Moof kaufen und vorher 30 Tage zur Probe fahren, oder Pedelecs der österreichischen Marke Greenstorm im monatlichen Abo mieten und dann die Kaufoption wahrnehmen. Ein klassischer Kauf ist beim BMW-Pedelec „Urban Hybrid“ möglich.
Bei dem Monats-Abonnement zahlt der Kunden neben den einmalig anfallenden Startgebühren in Höhe von 198 Euro zusätzlich im Monat 89 Euro bei mindestens 12 Monaten Vertragslaufzeit oder 98 Euro bei mindestens 6 Monaten. Dabei besteht jederzeit die Kaufoption, bei der Greenstorm je nach Nutzung bis zu 40 Prozent Rabatt auf den Kaufpreis gewährt. Das heißt: Je mehr der Radler sein E-Rad während der Abo-Phase nutzt, desto höher fällt der Rabatt beim anschließenden Kauf aus. Rydies tritt damit in Konkurrenz zum niederländischen Anbieter Swapfiets, der in München Elektroräder zu 75 Euro im monatlich kündbaren Abonnement vermietet.
Der Rydies-Service umfasst die Lieferung der verkehrstüchtig aufgebauten Fahrräder nach Hause inklusive persönlicher Einweisung sowie einen Vor-Ort-Service und ein Sicherheitspaket. Logistik und Service verantwortet der mobile Werkstattdienst Live Cycle. „Mit dem Angebot soll die Einstiegshürde für E-Bikes gesenkt und Menschen angesprochen werden, die das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit oder im Alltag bislang eher wenig nutzen“, sagt Andreas Nelskamp, Gründer und Geschäftsführer von Rydies.
„Rydies möchte künftig nicht mehr nur einen Mehrwert durch die Nutzung von Daten schaffen, sondern mit neuen Produkten für den Mobilitätsmarkt zusätzliche Zielgruppen erschließen. Dafür stellen wir White-Label-Mobility-Pakete zusammen, die wir gemeinsam mit starken Partnern anbieten. Versicherung jeweils inklusive. Dadurch wird der Kunde entlastet und ihm die Entscheidung für das E-Bike erleichtert“, erläutert Nelskamp das Konzept.
„Allein in Deutschland wurden 2018 rund 980.000 E-Bikes verkauft,“ so Mahbod Asgari, Vorstand des kommerziellen Dienstleisters ADAC SE, der innerhalb des ADAC dieses Projekt trägt. „Aber viele Verbraucher sind aufgrund der Angebotsvielfalt noch verunsichert. Mit unserem Pilotprojekt ADAC E-Ride bieten wir ein umfassendes Paket. Wir wollen sehen, wie Elektromobilität auf zwei Rädern in den Alltag passt und unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, die E-Bikes zu Vorzugskonditionen zu testen.“
Das Angebot soll um E-Scooter und E-Roller erweitert werden, sowie vorteilhafte Abos für den öffentlichen Personennahverkehr, bei denen die Nutzer vergünstigte Tickets erhalten oder ihr Fahrrad kostenlos mitnehmen könnten. Aber Carsharing könnte in ein solches Paket integriert werden.


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