Zurück nach Italien 13.07.2020, 13:12 Uhr

Italienischer Investor kauft Vittoria

Der italienische Investor Wise Equity (Mailand) kauft den italienisch-niederländischen Reifenhersteller Vittoria. Der verlegt seinen Hauptsitz nach Bergamo.
Stijn Vriends (links), Rudie Campagne
(Quelle: Vittoria)
Wenn Vittorias Präsident Rudie Campagne (76) im Juli seinen Ruhestand antritt, übernimmt der niederländische Unternehmer Stijn Vriends (48), der ebenfalls als Wise Equity-Partner zu Vittoria kommt, das Ruder als Präsident und Vorstandsvorsitzender der Gruppe. Wise Equity ist ein italienischer Private-Equity-Fonds mit Sitz in Mailand.
Das Top-Management von Vittoria bleibt niederländisch besetzt, und verantwortet den Kontakt zum schnell wachsenden, nordeuropäischen Markt für Alltagsfahrräder. Vittorias Hauptmarkt ist jedoch Italien, wo vor allem sportliche Reifen verkauft werden. Der Hauptsitz wird ins norditalienische Bergamo verlegt, wo die Gruppe kürzlich ein Büro mit Testzentrum und ein neues Logistikzentrum für sieben Millionen Euro errichtet hat. Produktstrategie und Forschung werden zu Schlüsselaktivitäten im neuen Bergamo-Hauptquartier. Rudie Campagne wird einige weitere Jahre lang als nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei Vittoria bleiben, um die zukünftige Strategie der Gruppe mit zu entwickeln und zu begleiten. Er bleibt Vittoria als Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit verbunden. 
Campagne sagt: „Italien ist die Wiege der Fahrradwelt und das Land, in dem Vittoria ursprünglich gegründet wurde. Die italienische Wise Equity als Investor und Aktionär zu haben, fühlt sich an, als würde man Vittoria nach Hause bringen, was ein großartiges Gefühl ist.“ Und damit verbunden ist die Entscheidung, den Hauptsitz von Vittoria in das Herz des Radrennsports nach Bergamo, Italien, zu verlegen, hat, um die Marke näher an seinen Hauptmarkt und zu seinen Kunden zu bringen. 
Heute beschäftigt die Vittoria-Gruppe mehr als 1.300 Mitarbeiter, produziert mehr als 7 Millionen Reifen pro Jahr und erzielt einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro. Die Produktion und die Entwicklung verbleiben in Bangkok (Thailand). Dort arbeiten über 1.000 Mitarbeiter in zwei Fabriken.

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