Umsatz ist gestiegen 07.03.2017, 23:59 Uhr

ZIV: Fahrradverkauf 2017 leicht gesunken

Der ZIV meldet 4,05 Millionen verkaufte Fahrräder in Deutschland für das Jahr 2016. Dies entspricht einem Rückgang von 300.000 Fahrrädern gegenüber dem Rekordjahr 2015. Der Umsatz stieg dafür um 7 %.
Nach dem Rekordjahr 2015 mit 4,35 Millionen verkauften Fahrrädern, so eine hohe Stückzahl hatte es zuletzt 2008 gegeben, waren die Verkaufszahlen im zurückliegenden Jahr etwas schwächer: 4,05 Millionen Einheiten bedeuten einen Rückgang von 6,9 %. Für das Minus machte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf seiner heutigen Jahrespressekonferenz das kühle und regnerische Wetter im ersten Halbjahr verantwortlich. Auch wenn danach im zweiten Halbjahr aufgrund der besseren Witterung bis Oktober deutlich mehr Räder aus Deutschlands Geschäften rollten, konnten die schwachen ersten sechs Monate nicht mehr ausgeglichen werden.
 
Trotz des Minus bei den absoluten Zahlen für Fahrräder stieg der Umsatz auf 2,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 7 %. Maßgeblich dafür waren einmal mehr Elektroräder: Insgesamt 605.000 Einheiten von ihnen, was einem Zuwachs von 13 % gegenüber 2015 entspricht, wurden im Vorjahr verkauft. Die deutlich höheren Verkaufspreise der Elektroräder sorgten dann dafür, dass der Umsatz trotz des Rückgangs der Verkaufszahlen weiter nach oben schoss.
 
„2016 war ein schwieriges Jahr für die deutsche Fahrradindustrie. Die Branche ist stark von den Witterungsbedingungen während der Fahrradsaison abhängig und diese waren leider im ersten Halbjahr denkbar ungünstig. Glücklicherweise konnte in der zweiten Jahreshälfte viel Boden wiedergutgemacht werden, so dass die Branche unter dem Strich dennoch zufrieden sein kann. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Jahre 2014 und 2015 hervorragend für die Industrie verliefen und demnach auf hohem Niveau verglichen wird. Wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft", erklärte ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger.

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