Folge der Corona-Krise 05.10.2020, 13:12 Uhr

Weltfahrradverband berichtet von weltweit wachsender Nachfrage

Die Generalversammlung des Weltverbandes der Fahrradindustrie (WBIA) hat die globalen Auswirkungen von Covid-19 diskutiert: Die Nachfrage steigt in allen Mitgliedsländern. Der derzeitige Präsident Erhard Büchel wurde im Amt bestätigt.
DIe WBIA vertritt die USA, Mexiko, Japan, Taiwan, Russland, Indien und Europa.
(Quelle: WBIA )
Die jährliche Generalversammlung des Weltverbandes der Fahrradindustrie (WBIA) fand am Mittwoch, den 30. September per Videotelefonat statt. Die WBIA-Mitglieder sind Conebi (Europa), People for Bikes (USA), der Fahrradverband Japan, der taiwanesische Fahrradverband TBA, der Verband der indischen Fahrradhersteller AICMA, der russische Verband der Fahrrad- und Motorradindustrie NADBM und der mexikanische Industrieverband Anafabi.
In jedem der von den WBIA-Mitgliedern vertretenen Länder wurden die negativen Auswirkungen zu Beginn des Corona-Ausbruchs durch bemerkenswertes Umsatzwachstum aufgehoben. Außerdem wurden Regierungsinitiativen zur Unterstützung und Förderung des Radverkehrs zügig eingeleitet, während die Online-Verkäufe infolge der Sperrmaßnahmen erheblich gestiegen sind und es allgemeine Lieferschwierigkeiten gab.
Die Generalversammlung stimmte zu, dass das WBIA-Sekretariat auch 2021 vom Conebi-Sekretariat verwaltet wird. Erhard Büchel, der derzeitige Präsident von Conebi, wurde ebenfalls zum Präsidenten der WBIA ernannt. Die WBIA-Generalversammlung nutzte die Gelegenheit, um die Auswirkungen von Covid-19 auf Vertrieb und Produktion auf globaler Ebene sowie die WBIA-Arbeit bei den Vereinten Nationen in Genf zu erörtern.
In den letzten Monaten haben die Vereinten Nationen dem Thema Mikromobilität (etwa Hoverboards und E-Scooter) und Sicherheit besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Die WBIA teilte ihre Position kürzlich auf einem Treffen des globalen Forums der Vereinten Nationen für die Verkehrssicherheit und äußerte Bedenken gegenüber den internationalen Verkehrssicherheitsbehörden. Die Vereinten Nationen entwickeln derzeit Richtlinien für mehr Sicherheit in der Mikromobilität. Ein englisches Dokument der UN zu gegenwärtigen Mobilitätstrends findet sich hier.
Die WBIA arbeitet auch an den künftigen internationalen Vorschriften, die das Radfahren sicherer machen, und führt derzeit Gespräche mit der Automobilindustrie über technische Anforderungen für die Ausstattung von Autos, Bussen und Lastwagen. So sollen etwa Sensoren dabei helfen, Türunfälle mit Radfahrern zu vermeiden.
Außerdem befinde sich der Masterplan der Europäischen Kommission für die Förderung des Radfahrens in Europa in der Entwicklung und wird Ende 2021 auf einem hochrangigen Treffen der nationalen Regierungen in Österreich offiziell vorgestellt.


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