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Die Welt im Krisenmodus – und warum die Werkstatt der Fels in der Brandung bleibt


Foto: KI-generiert mit Nano Banana 2.0

An der Zapfsäule merkt man es zuerst. So jedenfalls beschreibt es Christoph Lamsfuß vom IFH Köln, mit dem wir für den aktuellen Premium-Newsletter über die Lage der Konsumgüterbranche gesprochen haben.

Wir ordnen ein, was die aktuelle weltpolitische Lage für die Fahrradbranche bedeutet. Angefangen beim Irankrieg, über die weiterhin schwelenden US-Zölle bis hin zur Frage, wie resilient die Industrie in Zeiten gedämpfter Konsumlaune wirklich ist.

Die ganze Analyse liest du in unserem aktuelle Premium-Newsletter.

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Nachhaltige Messe: Riva zeigt, wie es ganz locker geht

Foto: @peakpixelcafe / Garda Dolomiti S.p.A

Die Fahrradbranche schmückt sich gern mit dem Label "Nachhaltigkeit", doch bei Messen treibt sie nicht wenigen Veranstaltern und Veranstalterinnen Schweißperlen auf die Stirn: Teuer, kompliziert, eine lästige Pflicht. Am Gardasee sieht man das entspannter.

Wir haben mit Antonella Emanuelli, einer der Köpfe hinter dem Bike Festival Riva, gesprochen. Ihr Rezept gegen den Nachhaltigkeits-Druck: Ein Schuss italienische Leichtigkeit und etwas Hausverstand.


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Handelsinteressen gestärkt: Bike&Co beteiligt sich an Dibike

Foto: Bike&Co

Mit dem Beitritt von Bike&Co zur Dibike Digitize Bike Business Group GmbH & Co. KG wird die Rolle des Fachhandels in der digitalen Weiterentwicklung der Fahrradbranche ausgebaut. Die Bico Zweirad Marketing GmbH ist seit 1. April 2026 Kommanditistin der Initiative.

Durch den Einstieg einer der größten Handelsverbände bei Dibike zusätzliche Praxisperspektiven. Ziel der Zusammenarbeit ist es, zentrale digitale Grundlagen wie Produktdaten, Prozessstandards und Schnittstellen gemeinsam zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Bike&Co bringt dabei die Anforderungen von mehr als 900 angeschlossenen Fachhändlern ein.

Nick Becker, Geschäftsführer Dibike, ordnet den Schritt ein: "Die Digitalisierung der Fahrradbranche gelingt nur gemeinsam. Wir brauchen starke Partner aus dem Handel, die ihre Erfahrung aus der Praxis einbringen und Verantwortung für offene Standards übernehmen." Becker sieht darin einen wichtigen Beitrag für stabilere und effizientere digitale Prozesse.

Dibike bündelt unter anderem die Standardisierung rund um Veloconnect sowie offene Produktdatenstrukturen wie Bidex. Mit der Beteiligung von Bike&Co sollen diese Bausteine enger verzahnt werden. Anforderungen aus dem Tagesgeschäft des Handels können so direkter in die Weiterentwicklung einfließen – etwa bei Produktdaten, Leasingprozessen oder regulatorischen Themen.

Die Initiative wird von Branchenakteuren wie VSF, ZIV und Bidex getragen und verfolgt den Aufbau einer offenen, europäischen Dateninfrastruktur für die Fahrradwirtschaft.

Löffler öffnet Produktion für Handelspartner

Foto: Löffler

Der österreichische Sportbekleidungshersteller Löffler gewährt Handelspartnern regelmäßig Einblicke in seine integrierte Fertigung am Standort Ried im Innkreis. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und das Verständnis für Produktentwicklung und Herstellung zu vertiefen.

Im Rahmen von Werksführungen erleben Händler die gesamte Wertschöpfungskette – vom Garn bis zum fertigen Produkt – an einem Ort. Die Produktion umfasst unter anderem Strickerei, Zuschnitt, Druck und Näherei. Diese enge Verzahnung der Prozesse ist in der Branche selten und ermöglicht kurze Wege sowie eine direkte Abstimmung zwischen Entwicklung und Fertigung.

Bernhard Zauner, Verkaufsleiter Deutschland bei Löffler, betont den Nutzen für den Fachhandel: "Wer unsere Produktion einmal mit eigenen Augen gesehen hat, versteht sofort, was hinter unseren Produkten steckt." Dieses Verständnis wirke sich unmittelbar auf die Beratung im Verkauf aus.

Die Dimensionen der Produktion sind erheblich: Auf 25 Rundstrick- und drei Seamless-Maschinen entstehen jährlich mehr als 300 Stoffvarianten. Rund 150.000 Kilogramm Stoff werden pro Jahr verarbeitet, daraus resultieren etwa eine Million gefertigte Textilien. Pro Woche verlassen rund 21.000 Artikel die Produktion.

Ein wesentlicher Faktor ist die räumliche Nähe von Produktentwicklung und Fertigung. Dadurch lassen sich neue Materialien und Konzepte schnell umsetzen – rund 52 Materialentwicklungen pro Jahr sind das Ergebnis. Mit den Führungen setzt Löffler auf Offenheit und unterstreicht die Bedeutung regionaler Produktion in Europa.

Radlogistik 2026 ohne Wachstum – Branche fordert politische Impulse

Foto: KI-generiert mit Nano Banana

Die Radlogistik in Deutschland tritt wirtschaftlich auf der Stelle, bleibt strukturell jedoch stabil. Das zeigt der Branchenreport 2026 des Radlogistikverband Deutschland e.V. (RLVD) und der Technische Hochschule Wildau. Umsatz und Beschäftigung verharren nahezu auf Vorjahresniveau, während die Unternehmen für die kommenden Jahre wieder Wachstum erwarten.

Mit 189,5 Mio. Euro Umsatz erreicht das Ökosystem eine "rote Null". Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 5.486 und ist damit leicht rückläufig, hat sich seit 2020 jedoch mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der Radlogistikunternehmen sinkt moderat von 112 auf 107, was als Beginn einer Konsolidierungsphase gewertet wird. Produktion und Flottenentwicklung bleiben mit rund 37.000 Einheiten stabil.

Ökologisch bestätigt die Branche ihre Position: 2025 wurden rund 5,4 Millionen Kilometer per Lastenrad zurückgelegt und etwa 1.400 Tonnen CO2 eingespart. Zudem gab es erneut keinen tödlichen Unfall im Zusammenhang mit der Nutzung.

Impulse kommen vor allem aus angrenzenden Bereichen: Die Zahl der Hersteller steigt um 8 Prozent, Service und Handel wachsen um 6 Prozent. Neue Einsatzfelder außerhalb klassischer Logistik gewinnen an Bedeutung.

Ernst Brust, Vorstandsvorsitzender des RLVD, ordnet ein: "Die rote Null ist ein Weckruf – aber kein Grund zur Resignation." Entscheidend sei ein politischer Rahmen, der effiziente urbane Logistik stärkt. Christian Rudolph von der TH Wildau betont: "Die Branche konsolidiert sich, aber sie bricht nicht ein."

Für 2026 erwarten 84 Prozent der Unternehmen stabile oder steigende Umsätze, mittelfristig wird ein jährliches Wachstum von 14 Prozent prognostiziert. Voraussetzung dafür seien jedoch bessere Förderbedingungen, Infrastrukturinvestitionen und klarere regulatorische Leitlinien.

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