
Jubiläum in Berlin: Fahrradverbände fordern mehr Verbindlichkeit – und stärkere Industriepolitik

Zwei Jahre nach der European Declaration on Cycling haben Zukunft Fahrrad und ZIV in Berlin Bilanz gezogen. Einigkeit herrschte über die Rolle des Rads für Mobilität und Wirtschaft – zugleich wird klar: Die Erklärung ist politischer Kompass, ersetzt aber keine Umsetzung.
Alle Informationen findet ihr in der heutigen SAZbike-Topnews!

Eurobike launcht Retail First

Maßgeschneidert für die Bedürfnisse und entwickelt für den Erfolg: Mit „Retail First“ startet die Eurobike ein exklusives Programm für den Fachhandel – mit kostenfreiem Eintritt, Networking und einem speziellen Fachprogramm.

Jobrad: CEO Florian Baur scheidet Ende Juni aus

Der Fahrrad-Leasing-Anbieter Jobrad stellt seine Führung neu auf: CEO Florian Baur verlässt das Unternehmen zum 30. Juni 2026 einvernehmlich. Übergangsweise übernimmt Holding-Chef Frank Hassler zusätzlich die Leitung der operativen Gesellschaft.
Florian Baur, der 2022 zur Jobrad GmbH kam, scheidet nach Angaben der Jobrad Holding SE im gegenseitigen Einvernehmen aus. Die Entscheidung sei nach Gesprächen mit Vorstand und Aufsichtsrat gefallen. Bis zu seinem Ausscheiden soll Baur die Übergabe begleiten.
Frank Hassler, CEO der Holding, wird die Führung der GmbH vorerst in Personalunion übernehmen. Gemeinsam mit CFO Christina Kiehl soll er zentrale Themen wie Digitalisierung, Produktqualität und Kundenzentrierung weiter vorantreiben. Hassler würdigte die Arbeit seines Vorgängers: „Ich habe großen Respekt vor dem, was er geleistet hat. Seinen eingeschlagenen Weg werde ich fortsetzen.“
Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Kindermann hebt Baurs Rolle hervor: Er habe „maßgeblich dazu beigetragen, Dienstrad-Leasing in Deutschland voranzubringen“. Baur selbst betont die Entwicklung des Unternehmens hin zu einer „führenden Tech-Company der Mobilitätsbranche“.
Jobrad ist nach eigenen Angaben Marktführer im deutschen Dienstrad-Leasing. Das Unternehmen kommt auf rund 45 Prozent Marktanteil und mehr als zwei Millionen verleaste Fahrräder. Insgesamt beschäftigt die Gruppe über 1.400 Mitarbeitende an mehreren europäischen Standorten.

Rotax Bike Technology bündelt Pinion und Fit unter neuem Dach

Mit der Gründung der Rotax Bike Technology AG führen Pinion und Fit E-Bike Systems ihre Kompetenzen in einer neuen Organisation zusammen. Ziel ist ein integrierter Auftritt im Fahrradmarkt mit klarer Fokussierung auf Antriebstechnologie und Systemintegration.
Die neue Gesellschaft mit Sitz im schweizerischen Huttwil entsteht vor dem Hintergrund der Übernahme des Fit-2.0-Geschäfts durch Bombardier Recreational Products (BRP) im Jahr 2025. Künftig sollen die bislang getrennt agierenden Einheiten als organisatorische Einheit auftreten. Pinion bringt dabei seine Expertise in Getriebe- und Schaltungstechnologie ein, während Fit E-Bike Systems die Integration zu einem offenen, abgestimmten Gesamtsystem ermöglicht.
Zum 1. Februar 2026 hat Fouad Bennini die Position des CEO übernommen. Der frühere Bosch-Manager verfügt über langjährige Erfahrung in Forschung, Entwicklung und internationalen Märkten. Ergänzt wird die Geschäftsführung durch Thomas Raith (Chief Sales Officer) und Heiko Schorr (Chief Financial Officer), die beide zuvor bei Pinion tätig waren.
Mitgründer Christoph Lermen verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. „Wir sind Christoph zu außerordentlichem Dank verpflichtet“, sagt Bennini. „Was als visionäres Start-up begann, ist heute eine etablierte und technologisch führende Marke.“
Rotax Bike Technology positioniert sich als Anbieter eines offenen E-Bike-Ökosystems. Fahrradhersteller sollen von integrierten Lösungen profitieren, die Differenzierung im Markt ermöglichen. Weitere Schritte der Unternehmensentwicklung sind angekündigt, jedoch noch nicht konkretisiert.

WiMTB startet Mentoring-Programm für Frauen im Mountainbike-Sport

Das Women in Mountain Biking Network (WiMTB), eine Initiative der IMBA Europe, hat ein europaweites Mentoring-Programm gestartet. Ziel ist es, Frauen im Mountainbike-Sport besser zu vernetzen, fachlich zu fördern und langfristig in der Szene zu halten. Im ersten Jahr konzentriert sich das Angebot auf die Bereiche Trailbau und Advocacy sowie Guiding und Coaching.
Der Bedarf wurde innerhalb der Community deutlich formuliert: Beim WiMTB-Launch auf dem IMBA Europe Summit im Juni 2024 nannten Teilnehmerinnen ein Mentoring-Programm als wichtigste Priorität. „Wir freuen uns sehr, das WiMTB-Mentoring-Programm zu starten und damit mehr Frauen die Möglichkeit zu geben, sich auf ihrem gewählten Weg im Mountainbiking weiterzuentwickeln und voranzukommen“, sagt Manon Carpenter, Netzwerkkoordinatorin von WiMTB und Vorstandsmitglied bei IMBA Europe. Dabei soll bestehendes Wissen erfahrener Akteurinnen zugänglich gemacht werden und an die nächste Generation weitergegeben werden.
Hintergrund ist die weiterhin geringe Repräsentation von Frauen in vielen Bereichen des MTB-Ökosystems – von Trailbau über Tourismus bis hin zu Führungspositionen. Gleichzeitig wächst die Zahl erfahrener Fachkräfte. Das Programm soll beide Gruppen zusammenbringen und den Wissenstransfer strukturieren.
Die Teilnehmerinnen werden im Rahmen eines 1:1-Mentorings begleitet und erhalten Einblicke in die Praxis sowie Unterstützung bei Karrierefragen und Kompetenzaufbau. Bewerbungen als Mentees sind bis zum 17. Mai 2026 möglich. Weitere Programmbereiche sollen folgen.
