Anzeige
Anzeige
Anzeige

Die Umsatz- und Ertragsdelle 2025

Lieber SAZbike Leser,

als ich in den letzten Tagen die Antworten unserer großen Händlerumfrage ausgewertet habe, saß ich oft vor dem Bildschirm und musste schlucken. 344 Händlerinnen und Händler haben für SAZbike ihre Bücher geöffnet - und hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine Geschichte, oft jahrzehntelange Leidenschaft für das Fahrrad. Und viele dieser Geschichten waren 2025 geprägt von Kampf, Sorgen und schlaflosen Nächten.

Durchschnittlich minus sieben Prozent Umsatz. Jeder zweite Betrieb mit Ertragsverlust. Jeder vierte hat Personal abbauen müssen. Das sind keine abstrakten Statistiken - das sind existenzielle Herausforderungen. Für einige ist die Lage wirklich bitter.

Aber die Daten zeigen auch etwas anderes: Wer die Krise gemeistert hat, wer seine Bestände im Griff hat und sein Team halten konnte, gehört zur stärkeren Hälfte der Branche. Die Konsolidierung trennt die Profis von den anderen. Wir zeigen dir die Realität - und wo du im Vergleich stehst.

Viele Grüße
Alexander Schmitz
Chefredakteur SAZbike

Alexander Schmitz

Chefredakteur, SAZbike

Foto: ChatGPT
Anzeige

Minus sieben Prozent - die Umsatzrealität 2025

Die SAZbike-Händlerumfrage bringt es ans Licht: Der durchschnittliche Umsatz im Fahrradhandel ist 2025 um sieben Prozent gefallen. Das ist keine gefühlte Wahrheit, sondern das Ergebnis von 344 offengelegten Geschäftszahlen.

Noch drastischer beim Ertrag: Nur 23,5 Prozent der Händlerinnen und Händler berichten von einer Verbesserung. Die Mehrheit - 50,7 Prozent - musste Einbußen hinnehmen. Ein Viertel konnte das Niveau halten.

Was das bedeutet:
Der Markt bereinigt sich - und das tut weh. Nach den euphorischen Pandemie-Jahren und den Überbestandskrisen 2022/2023 zahlen viele den Preis für überzogene Erwartungen. Preisdruck, Rabattschlachten und sinkende Nachfrage treffen auf volle Lager. Wer jetzt noch kämpft, zeigt Durchhaltevermögen - aber die Konsolidierung ist gnadenlos.

Benchmark-Check:

  • Liegt dein Umsatz besser als -7%? Dann gehörst du zur stärkeren Hälfte.
  • Konntest du deinen Ertrag halten oder steigern? Dann bist du unter den Top 24% der Branche.

Überbestände drücken weiter - fast jeder Zweite hat zu viel Ware

Die Lagerkeller sind voll - und das belastet die Margen. Die Zahlen sind eindeutig:

  • 48% der Geschäfte melden: E-Mountainbike-Bestand zu groß
  • 50% zu große E-Trekking-Bestände
  • 47% zu große E-City-Bestände

Nur bei Nischenkategorien entspannt sich die Lage: E-Gravelbikes (12% zu groß), E-Rennräder (12% zu viel Ware), E-Kinderräder (23% zu viel Ware).

Was das bedeutet:
Die Lager sind voll - und damit auch der Druck. Viele müssen weiter rabattieren, verkaufen unter Einstand, opfern ihre Marge. Das Dilemma: Wer nicht abverkauft, erstickt an den Beständen. Wer zu stark rabattiert, verbrennt Geld. Es ist ein Balanceakt auf dem Drahtseil - und für manche fühlt es sich an, als wäre kein Netz gespannt. Wer seine Bestände im Griff hat oder sogar Nachfrage sieht, darf aufatmen.

Benchmark-Check:
Sind deine Bestände "genau richtig" oder sogar "zu klein"? Glückwunsch - du gehörst zur besseren Hälfte.

Personal: Jeder Vierte hat abgebaut

Die wirtschaftliche Anspannung schlägt auf die Belegschaft durch:

  • 24,0% der Betriebe haben 2025 Personal reduziert
  • 62,0% hielten das Niveau
  • Nur 14,0% bauten die Belegschaft auf

Ausblick 2026:
Die Zurückhaltung bleibt: 74% erwarten gleichbleibendes Personal,
nur 11% Wachstum, 14% weiteren Abbau.

Was das bedeutet:
Das ist vielleicht die bitterste Entwicklung: Der Fachkräftemangel trifft auf wirtschaftliche Not. Viele Betriebe würden gerne einstellen, können es sich aber schlicht nicht leisten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jahrelang loyal waren, mussten gehen - nicht aus Mangel an Wertschätzung, sondern aus purem Überlebenswillen. Wer sein Team halten oder sogar ausbauen konnte, hat nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen menschlichen Vorteil.

Benchmark-Check:
Konntest du dein Team halten oder ausbauen? Dann bist du besser aufgestellt als ein Viertel der Branche.

Anzeige
 

Ausblick 2026: Vorsichtig optimistisch, aber gespalten

Die Erwartungen für 2026 zeigen eine geteilte Branche:

Umsatz 2026

Ertrag 2026

Was das bedeutet:
Die Branche ist tief gespalten. Etwa ein Drittel sieht Hoffnung, kämpft sich zurück, hat eine Strategie. Die Hälfte hält die Stellung, hofft auf Stabilität. Aber jeder Fünfte blickt in einen dunklen Tunnel ohne Licht. 2026 wird das Jahr sein, das zeigt, wer die richtige Strategie hat - und wer nicht. Die Konsolidierung ist noch nicht vorbei.

Du willst mehr hiervon?

Dann jetzt den PREMIUM NEWSLETTER abonnieren.

Er liefert dir jede Woche:

✅ Tiefgreifende Marktanalysen und Trendprognosen
✅ Exklusive Interviews mit Branchenexpertinnen und -experten
✅ Strategische Einordnung aktueller Entwicklungen
✅ Kompakte Aufbereitung – in nur 10 Minuten Lesezeit

Fazit & Diskussion

Foto: Shutterstock / Koupei Studio

Die Branche blutet, aber sie steht

Die Zahlen sind schonungslos: -7% Umsatz, jeder Zweite mit Ertragsverlust, jeder Vierte hat Mitarbeitende verloren. 2025 war ein Jahr, das vielen alles abverlangt hat - finanziell, mental, emotional. Ein Jahr der harten Entscheidungen und schlaflosen Nächte. Und 2026 wird zeigen, ob die Opfer sich gelohnt haben.

Doch in all dem Schmerz zeigen die Daten auch Hoffnung: Wer die Krise durchgestanden hat, wer seine Bestände in den Griff bekommen und sein Team zusammenhalten konnte, gehört zur stärkeren Hälfte der Branche. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von klugen Entscheidungen, harter Arbeit und manchmal auch ein bisschen Glück. Die Konsolidierung ist brutal - aber sie schafft auch Klarheit und Raum für die, die professionell und mit Herzblut arbeiten.

👉Im nächsten SAZbike Premium Newsletter zeigen wir: Was sind die Erfolgsfaktoren? Welche Strategien funktionieren? Wie sieht der ideale Produktmix aus?

Diskutiere über dieses Thema mit uns und der Branche - direkt im Kommentarbereich auf LinkedIn im SAZbike-Profil!

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Vertragsdetails: SAZbike Premium Newsletter Probe-Abonnement

Mit Beginn deines Abonnements erhältst du den Premium Newsletter der SAZbike. Zusätzlich stehen dir vergangene Premium Newsletter bis zur Kündigung des Abonnements als Premium-Artikel zur Verfügung. Bei Kündigung erlischt der Zugang zum Ende des Bezugszeitraums.

Das kostenlose Abonnement gilt für einen Monat. Das Angebot geht automatisch in das Jahresabo Newsletter über, wenn es nicht bis spätestens 7 Tage vor Ende des Aktionszeitraums schriftlich gekündigt wird. Der jährliche Bezugspreis beträgt dann 59,88 € (inkl. MwSt., Schweiz: CHF 65.88). Dein Jahresabo ist auch monatlich kündbar. Bei vorzeitiger Kündigung des bereits abgerechneten Bezugszeitraums erhältst du den Betrag der Restlaufzeit zurückerstattet.

Bei den Premium Newslettern handelt es sich um persönliche Exemplare, die mit einer digitalen Signatur versehen sind. Eine Weitergabe dieser Premium Newsletter sowie des Zugangs zu den Premium-Artikeln ist nicht erlaubt. Das kostenlose Abonnement gilt für einen Monat.

Das Angebot gilt für Erstbesteller und ist einmalig pro Kunde einlösbar.

Im Rahmen deines Abonnements kann der Verlag dir weitere Verlagsangebote und Beilagen per Post zusenden. Dies kannst du jederzeit widerrufen.

Kundenservice:
Kundenservice EBNER MEDIA GROUP
Telefon: +49 731 88005–8205
E-Mail: kundenservice@ebnermedia.de
Brienner Straße 45 a-d
80333 München

Verlag:
Ebner Media Group GmbH & Co. KG
Karlstraße 3 – 89073 Ulm