Woom kehrt im ersten Halbjahr in die Gewinnzone zurück

Der Kinder- und Jugendfahrradhersteller Woom hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 107 Millionen Euro gesteigert. Neben Zuwächsen in Europa und den USA meldet das Unternehmen die Rückkehr in die Profitabilität.
Der österreichische Kinder- und Jugendfahrradhersteller Woom hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 107 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der nach Unternehmensangaben bereits das bis dahin stärkste Halbjahr der Firmengeschichte gewesen war. Gleichzeitig kehrte Woom in die Gewinnzone zurück. Konkrete Angaben zur Höhe des Ergebnisses machte das Unternehmen nicht.
„Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt: Man kann wirtschaftlich diszipliniert handeln und gleichzeitig mit vollem Herzen die besten Kinder- und Jugendfahrräder bauen“, sagt Bernd Hake, CEO von Woom. Als Gründe für die Entwicklung nennt er die Konzentration auf relevante Märkte, Produktinnovationen und die Stärkung der Marke.
In den ersten sechs Monaten des Jahres verkaufte Woom knapp 300.000 Fahrräder und mehr als 100.000 Helme. Der Umsatz mit Helmen stieg um 17 Prozent. Zudem erweiterte das Unternehmen sein Sortiment mit dem Wow erstmals über das klassische Fahrradsegment hinaus. Von dem Rutsch- und Fahrspielzeug für Kinder ab neun Monaten wurden nach Unternehmensangaben bislang mehr als 19.000 Exemplare verkauft.
Wachstum in mehreren Auslandsmärkten
Deutliche Zuwächse verzeichnete Woom insbesondere außerhalb seiner etablierten Kernmärkte. Im Vereinigten Königreich stieg der Umsatz nach der Übernahme des dortigen Direktgeschäfts um 157 Prozent. In den Benelux-Ländern legten die Erlöse um 72 Prozent zu, in den nordischen Ländern um 62 Prozent.
Auch in der DACH-Region und in den USA entwickelte sich das Geschäft positiv. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erhöhte sich der Umsatz um 15 Prozent, in den Vereinigten Staaten um 18 Prozent.
Im zweiten Halbjahr will Woom sein Sortiment um ein neues E-Bike-Modell und einen weiteren Helm ergänzen. Für das erste Quartal 2027 bereitet das Unternehmen nach eigenen Angaben zudem eine weitere Produkteinführung vor. Parallel dazu sollen zusätzliche internationale Märkte erschlossen werden.
„Unser Fahrplan für neue Innovationen steht, und wir bauen unsere globale Präsenz Schritt für Schritt aus“, sagt Hake. Das 2013 gegründete Unternehmen mit Sitz in Wien vertreibt seine Produkte mittlerweile in mehr als 40 Ländern.