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Neue US-Stahlzölle treffen nun auch E-Bikes Handelspolitik

Neue US-Stahlzölle treffen nun auch E-Bikes
407 Produktkategorien in die sogenannte „Section 232“-Regelung aufgenommen. Überraschend darunter: E-Bikes, E-Lastenräder und elektrische Motorräder.
Die neuen US-Strafzölle auf Stahl sorgen für Unsicherheit in der Fahrradbranche: Seit Wochenanfang gelten 50 Prozent Aufschlag auch für E-Bikes. Klassische Fahrräder bleiben vorerst ausgenommen – doch Hersteller und Exporteure blicken mit Sorge auf die Folgen.
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Seit Wochen sorgt die US-Handelspolitik für Verunsicherung – nun trifft es auch die Fahrradbranche. Die US-Regierung hat rückwirkend seit Montag neue Strafzölle von 50 Prozent auf Stahlimporte verhängt, die nun auch für E-Bikes gelten.

Erweiterung der „Section 232“-Zölle

Bereits im März hatte Washington zusätzliche Zölle auf Stahl und Aluminium eingeführt: zunächst 25 Prozent, im Juni dann eine Anhebung auf 50 Prozent. Nun hat die Regierung weitere 407 Produktkategorien in die sogenannte „Section 232“-Regelung aufgenommen. Überraschend darunter: E-Bikes, E-Lastenräder und elektrische Motorräder.

Klassische Fahrräder ohne Motor sind hingegen nicht auf der Liste – ein Detail, das viele Beobachter als bemerkenswert einstufen. Ob diese Ausnahme Bestand hat, ist derzeit völlig offen. Aluminiumprodukte sind aktuell ebenfalls nicht betroffen.

Noch viele offene Fragen

Für Hersteller und Importeure herrscht Unklarheit, wie die neuen Regeln in der Praxis anzuwenden sind. Strittig ist etwa, ob die Zollaufschläge nur auf den reinen Materialwert von Stahl entfallen oder ob komplette Rahmen und Bauteile darunter fallen. Auch wie einzelne Komponenten behandelt werden, ist derzeit nicht eindeutig geregelt.

Da die Zölle lediglich auf die Stahlanteile von E-Bikes entfallen, sind die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen für die meisten Importe derzeit noch überschaubar. Gleichzeitig bleibt jedoch eine erhebliche Unsicherheit: Ob künftig auch Aluminiumräder – ob mit oder ohne Motor – in die Strafzollregelungen aufgenommen werden, ist offen. 

Auswirkungen auf die deutsche Fahrradindustrie

Für deutsche Hersteller mit Export in die USA bedeuten die neuen Zölle vor allem Planungsunsicherheit. Besonders Produzenten, die noch auf Stahlrahmen setzen, könnten künftig stärker betroffen sein. Wer hauptsächlich Aluminium- oder Carbonräder in die USA liefert, bleibt vorerst verschont – ob das so bleibt, ist fraglich.

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