Werkstatt und Dienstrad-Leasing stützen den Fahrradfachhandel

Der österreichische Fahrradfachhandel zieht eine überwiegend positive Zwischenbilanz der Saison 2026. Eine Blitzumfrage unter 95 Betrieben zeigt: Vor allem das Werkstattgeschäft und Dienstrad-Leasing sorgen für Stabilität, während die Entwicklung regional unterschiedlich ausfällt.
42 Prozent der von der Arge Fahrradfachhandel befragten Unternehmen melden für die erste Saisonhälfte ein besseres Gesamtgeschäft als im Vorjahr. Wichtigster Stabilitätsfaktor ist der Servicebereich: 57 Prozent verzeichnen ein stärkeres Werkstattgeschäft, weitere 30 Prozent stabile Umsätze. Besonders positiv ist die Entwicklung in Tirol, Niederösterreich und Oberösterreich.
"Professionelle Werkstätten sind längst mehr als eine Ergänzung zum Verkauf. Sie sind zum Rückgrat des Fachhandels geworden", sagt Tom Streicher, Sprecher der Arge Fahrradfachhandel. Komplexere E-Bike-Systeme und eine steigende Nachfrage nach qualifiziertem Service erhöhten die Bedeutung eigener Werkstattangebote.
Auch Dienstrad-Leasing ist im Handel breit etabliert. 84 Prozent der Betriebe bieten entsprechende Modelle an, 59 Prozent sehen einen positiven Einfluss auf ihr Geschäft. Zugleich erwarten 64 Prozent zusätzliche Impulse durch einfachere rechtliche, steuerliche und administrative Vorgaben. "Dienstrad-Leasing ist längst kein Spezialthema mehr, sondern ein wichtiger Umsatztreiber für viele Fachhändlerinnen und Fachhändler", sagt Michael Nendwich, Sprecher des Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich.
Bei den Produkten sind vor allem E-Mountainbikes gefragt, die 56 Prozent der Betriebe nennen. Es folgen Gravel-Bikes mit 48 Prozent, E-Trekking- und SUV-Bikes mit 42 Prozent sowie Rennräder mit 32 Prozent.
Der Ausblick auf die zweite Saisonhälfte bleibt verhalten: 30 Prozent erwarten ein besseres, ebenso viele ein ähnliches Geschäft wie 2025. 38 Prozent rechnen mit einer schwächeren Entwicklung.