Sram baut zweite Produktionsstätte in Coimbra

Die Sram Group verstärkt ihre europäische Produktionspräsenz: In Coimbra, Portugal, entsteht ein zweites Werk ihres Tochterunternehmens Sramport. Ab 2028 sollen hier sämtliche Fertigungsschritte für das komplette Sram-Portfolio erfolgen, mit dem Ziel, Lieferketten zu verkürzen, Vorlaufzeiten zu reduzieren und die Versorgung europäischer Partner direkter zu gestalten.
Die US-amerikanische Sram Group plant den Bau eines zweiten Werks ihres Ablegers "Sramport – Transmissões Mecânicas Lda." in Coimbra, Portugal. Die neue Anlage soll 2028 in Betrieb gehen und die Produktionskapazität bis 2032 deutlich erweitern. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine europäische Präsenz langfristig sichern und die Fertigung marktnäher gestalten.
Sramport war 2011 im Zuge der Sachs-Übernahme zur Sram Group gestoßen und hatte seine Produktion zunächst auf Fahrradketten konzentriert. Später kamen die Montage von Zipp-Laufrädern und Pedale der Marke Time Sport für den europäischen Markt hinzu. Diese Produktion soll im bestehenden Werk fortgeführt werden.
Die neue 25.000 Quadratmeter große Anlage wird die gesamte Fertigung einschließlich Montage, Prüfung und Qualitätssicherung nach Europa bringen. Damit sollen mehr als 7.500 Einzelteile des Sram-Produktportfolios künftig näher an den europäischen Partnern produziert werden.
Die Investition soll über 500 neue Arbeitsplätze in Fertigung, Technik, Qualitätssicherung und Betrieb schaffen. Aktuell beschäftigt Sramport rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geplant ist eine enge Kooperation mit lokalen Institutionen zur Personalentwicklung und Förderung des gesellschaftlichen Engagements.
Mit der marktnahen Fertigung will Sram nicht nur Lieferkettenrisiken reduzieren, sondern auch Transportemissionen senken und Vorlaufzeiten verkürzen. Das Unternehmen betont, dass das neue Werk die globale Produktions- und Lieferkettensicherheit stärkt und die Einführung neuer Technologien beschleunigt.