Sport Schuster investiert ins Rad: "Wir wollen die erste Adresse für die aktiven Münchner sein"


Sport-Schuster-Geschäftsführer Konstantin Rentrop auf der Dachterrasse des Sporthaus Schuster am Marienplatz.
Foto: Moritz Diethelm

Das Münchner Traditionshaus Sport Schuster am Marienplatz hat seine Bike-Abteilung massiv aufgewertet. Doch wer riesige Fahrrad-Ausstellungen und Mechaniker-Werkstätten sucht, wird enttäuscht.

Warum sich der Schuster bewusst auf Bekleidung und technisches Equipment konzentriert, wie er sich gegen Mono-Brand-Stores behauptet und warum Radsport heute viel mehr ist als nur reine Wattwerte, erklärt Geschäftsführer Konstantin Rentrop im SAZbike-Interview in der heutigen SAZbike-Topnews.

Fokus auf Europa: Riese & Müller zieht sich aus den USA zurück

Foto: Riese & Müller

Der E-Bike-Hersteller Riese & Müller beendet sein US-Geschäft zum 31. Juli 2026 und richtet seine Strategie neu aus. Künftig sollen Ressourcen stärker auf europäische Kernmärkte konzentriert werden.

Das Unternehmen aus Mühltal begründet den Schritt mit einer umfassenden strategischen und wirtschaftlichen Bewertung. Insbesondere die „anhaltend herausfordernden und zunehmend volatilen Marktbedingungen“ in den Vereinigten Staaten hätten den Ausschlag gegeben. Parallel will Riese & Müller sein Vertriebs- und Händlernetz in Europa gezielt ausbauen, um bestehende Marktpotenziale konsequenter zu nutzen.

Geschäftsführerin Dr. Sandra Wolf betont: „Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen ist es für uns wichtiger denn je, unsere Kräfte gezielt auf unsere Kernmärkte zu konzentrieren und Kapazitäten konsequent zu bündeln.“ Auch Chief Sales Officer Timo Gührer verweist auf die langjährige Zusammenarbeit mit US-Partnern und dankt Händlern sowie Kunden für ihre Loyalität.

Andere Auslandsmärkte bleiben von der Entscheidung unberührt. Aktivitäten in Kanada, Australien und Neuseeland sollen fortgeführt werden.

Für den US-Markt kündigt das Unternehmen einen geordneten Übergang an. Bestellungen sind noch bis Ende Juli möglich, danach entfällt die Order neuer Produkte. Bestehende Kunden sollen weiterhin betreut werden, inklusive Ersatzteilversorgung, technischer Unterstützung und Garantieabwicklung. Händler erhalten auch nach dem Rückzug Zugriff auf relevante Komponenten und Unterlagen.

Mit dem Schritt reagiert Riese & Müller auf ein schwieriges Marktumfeld und setzt zugleich ein klares Signal für die strategische Fokussierung auf Europa.


 

Nach erfolgreicher Testsaison: Panasonic verlängert Tegernsee Mobility Hub

Foto: Panasonic

Der E-Bike-Verleih am Bahnhof Gmund am Tegernsee geht in die Verlängerung: Panasonic E-Bike Systems und AJ Mobility setzen das Mobility-Hub-Projekt aufgrund hoher Nachfrage um ein weiteres Jahr fort.

Nach Angaben der Projektpartner wird der kontaktlose Verleih auch in der Fahrradsaison 2026 rund um die Uhr verfügbar sein. Nutzer können weiterhin direkt am Bahnhof Gmund E-Mountainbikes und E-SUVs ausleihen und so den Umstieg vom Zug auf das Fahrrad ohne zusätzlichen Aufwand realisieren. Das Angebot richtet sich sowohl an Touristen als auch an Einheimische und ergänzt die bestehende Mobilitätsinfrastruktur in der Region.

Zum Einsatz kommen Modelle der Marken Crussis und Flyer, die mit Antriebssystemen von Panasonic ausgestattet sind. Neben dem GX Ultimate Motor stehen auch neue Bikes mit dem GXM-Antrieb zur Verfügung, der über einen Automatikmodus verfügt.

Jürgen Haumon, verantwortlich für Panasonic E-Bike Systems, erklärt: „Unser erklärtes Ziel ist es, sowohl E-Bike Neulingen als auch Profis ein besonderes Erlebnis zu bieten.“ Der Mobility Hub biete zudem die Möglichkeit, verschiedene Modelle unter realen Bedingungen zu testen.

Auch die Projektpartner betonen den verkehrlichen Nutzen. Andreas Stetefeld, Mit-Initiator, sagt: „Wer mit dem Zug ankommt, steigt ohne Umwege direkt aufs E-Bike um.“ Dies entlaste den Individualverkehr rund um den Tegernsee.

Mit der Verlängerung wird das Projekt als Bestandteil vernetzter Mobilitätsangebote im touristischen Raum weiter etabliert.

Tern erzielt Einigung im Patentstreit mit Asahi Cycle in Japan

Foto: Tern

Der Fahrradhersteller Tern hat einen Patentkonflikt in Japan beigelegt und eine Lizenzvereinbarung mit Asahi Cycle Co. geschlossen. Das Unternehmen sieht darin einen Schritt zur Durchsetzung seiner Schutzrechte im internationalen Markt.

Tern Bicycles hat nach eigenen Angaben eine Einigung mit der japanischen Asahi Cycle Co. Ltd. erzielt, nachdem ein Fahrradmodell des Unternehmens ein patentiertes Rahmendesign von Tern verletzt haben soll. Bestandteil der Vereinbarung ist die Zahlung von Lizenzgebühren durch Asahi. Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, den Vertrieb des betroffenen Modells einzustellen, sobald bestehende Lagerbestände abverkauft sind.

Chris Neumeyer, Chief Legal Officer bei Tern, betont die strategische Bedeutung geistigen Eigentums für das Unternehmen: „Wir investieren stark in Design, Technik und Innovation, um unseren Kunden ein besseres Fahrerlebnis zu bieten.“ Diese Investitionen schütze man durch ein internationales Portfolio aus Patenten, Marken und eingetragenen Designs sowie durch die aktive Beobachtung relevanter Märkte, so Neumeyer weiter.

Der Fall unterstreicht die wachsende Bedeutung von Schutzrechten in der Fahrradbranche, insbesondere im Segment urbaner Mobilität, in dem sich Hersteller verstärkt über technische Lösungen und Design differenzieren. Gleichzeitig zeigt die Einigung, dass außergerichtliche Lösungen in internationalen Patentkonflikten weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Angaben zur Höhe der Lizenzzahlungen oder zu weiteren Details der Vereinbarung wurden nicht gemacht.

Auto fährt in Schaufenster von Fahrradhändler in Münster

Foto: Fahrrad XXL

Bei einem Verkehrsunfall vor der Filiale von Fahrrad XXL Hürter in Münster ist am Freitagvormittag ein Auto in die Schaufensterfront des Geschäfts gefahren. Trotz Sachschäden und einer leicht verletzten Person konnte der Betrieb weiterlaufen, auch eine parallel geplante Aktionsveranstaltung wurde fortgesetzt.

Nach Angaben des Unternehmens verlor ein 63-jähriger Fahrer am 17. April gegen 11:33 Uhr auf dem Parkplatz an der Hammer Straße die Kontrolle über seinen Mercedes. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Busch und prallte in die Glasfront. Zwei Schaufenster sowie Teile der Fassade wurden beschädigt. Im Ausstellungsbereich zerstörte der Aufprall unter anderem eine Fahrradrikscha, mehrere ausgestellte Fahrräder wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Eine Person, die sich vor dem Geschäft an einem Kaffeewagen befand, erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort sowie anschließend im Krankenhaus behandelt. Weitere Anwesende, darunter ein Mitarbeiter der „Leezenheros“, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Fahrer blieb unverletzt.

Ungeachtet des Vorfalls wurden die am 17. und 18. April angesetzten „Exxtra Erlebnis-Tage“ fortgeführt. Nach Unternehmensangaben verzeichnete die Veranstaltung zahlreiche Besucher. „Wir sind erleichtert, dass niemand schwer verletzt wurde und danken allen Beteiligten für das schnelle und besonnene Handeln“, sagte Peter Hürter von Fahrrad XXL Hürter. Ein schwererer Ausgang sei angesichts der üblichen Besucherfrequenz zu späteren Zeitpunkten nicht auszuschließen gewesen.

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