SAZbike Prolog 2026: Saisonauftakt mit 220 Gästen - Awards, Impulse, Networking

220 Vertreterinnen und Vertreter aus Handel und Industrie haben beim SAZbike Prolog in Dreieich über KI, Handelsmodelle, Gebrauchtbikes, Nachfolge und die Rolle von Leitmessen diskutiert. Dazu gab es die SAZbike Awards "Die besten Handelspartner 2025" und Networking-Formate.
Der SAZbike Prolog ist in Dreieich erfolgreich in seine dritte Auflage gestartet. 220 Besucherinnen und Besucher nutzten das Treffen als gemeinsamen Saisonauftakt. Nach ersten Gesprächen im Foyer begrüßten Alexander Schmitz und Eric Wollenberg die Teilnehmenden. Der Prolog setzte dabei bewusst auf Austausch, Einordnung und konkrete Impulse - vom Marktbild bis zu operativen Fragen im Fachhandel.

Ranking und Awards: "Die besten Handelspartner 2025"
Ein fester Programmpunkt war die Verleihung des SAZbike Awards "Die besten Handelspartner 2025". Ausgezeichnet wurden in den Kategorien:
Hepha (Fahrräder/E-Bikes), SKS Germany (Zubehör & Teile), Linexo by Wertgarantie (Leasing), Johann Schmid e.K. Fachgroßhandel (Großhandel) sowie Bosch Ebike Systems (E-Bike-Antriebe).
Das Lieferanten-Ranking gehört zu den stärksten Orientierungspunkten des Tages - und lieferte Gesprächsstoff für viele Netzwerk-Runden.
Digitalisierung und KI: vom Hype zur Praxis
Inhaltlich stand die Digitalisierung im Mittelpunkt - mit einem Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz. Jasmin Jonietz ordnete den Wandel ein und diskutierte, warum KI für die Branche mehr ist als ein kurzfristiger Trend.
Simon Betsch zeigte, wie sich Marketing- und Kommunikationsprozesse mit KI bereits heute effizienter organisieren lassen und wo neue Potenziale für den Handel entstehen. Der Tenor in vielen Gesprächen: Nicht warten, sondern testen, priorisieren, Prozesse sauber aufsetzen.

Handel im Wandel: Konsum, Formate, Vertrauen
Mit Blick auf den Markt ging es auch um die Zurückhaltung vieler Kundinnen und Kunden bei größeren Anschaffungen. Dr. Ralf Deckers (IFH Köln) verband Analyse und Appell: Der Handel müsse die "Konsumbremse" aktiv adressieren - über klare Nutzenargumente, Serviceversprechen und Kommunikation, die Sicherheit vermittelt.
Mehrfach kam dabei ein Punkt aus dem Publikum zurück: Stationäre Standorte gewinnen, wenn sie Beratung und Erlebnis konsequent zusammendenken.
Panels: Gebrauchtrad, Nachfolge, Leitmesse
In den Panel-Diskussionen wurde es konkret. Diskutiert wurden unter anderem, wie sich Gebrauchtbikes auf den Neuradverkauf auswirken, welche Prozesse und Absicherungen Vertrauen schaffen und wie der Fachhandel mit Rückläufern umgehen kann.
Besonders eindrücklich war das Panel zur Unternehmensnachfolge. Nachfolge-Expertin Susanne Klier machte deutlich, dass Familie und Unternehmen unterschiedlichen Logiken folgen - hier Gleichwertigkeit, dort Leistungsprinzip.
Wer diese Ebenen nicht trennt, riskiert Konflikte. Bernhard Lange ging noch einen Schritt weiter und sprach offen über den eigenen Prozess bei Paul Lange GmbH & Co. KG.

Es ging nicht nur um Gesellschaftsstrukturen oder Stimmrechte, sondern um Verantwortung, Zweifel und persönliche Entscheidungen mit Tragweite für Familie und Belegschaft. Die Botschaft war klar: Nachfolge ist kein formaler Akt und kein Excel-Projekt, sondern eine Führungsaufgabe, die früh beginnt und bewusst gestaltet werden muss. Die Mischung aus struktureller Klarheit und persönlicher Offenheit verlieh dem Panel besondere Tiefe.
Kontroverse Panel-Diskussion über die Leitmesse
Kontrovers und zugleich konstruktiv verlief die Diskussion zur künftigen Rolle der Leitmesse. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Messe und Verbänden diskutierten, wie eine zentrale Branchenbühne 2026 aussehen muss. Einigkeit bestand darin, dass Relevanz nicht über Fläche entsteht, sondern über Inhalte, Dialog und klare B2B-Ausrichtung.
Während mehr mediale Reichweite und strategische Themen wie Europa und KI gefordert wurden, betonten andere die Stärke des persönlichen Austauschs. Im Kontext der Weiterentwicklung der Eurobike wurde deutlich: Die Branche will mitgestalten - und erwartet eine Plattform, die Orientierung bietet und Geschäfte ermöglicht.

Netzwerken als Kern: Gespräche bis in den Abend
Der Prolog bestätigte seinen Netzwerk-Charakter: Viele Teilnehmende hoben in ihren Reaktionen vor allem die Dichte an Gesprächen, Begegnungen und Perspektiven hervor.
Das gemeinsame Dinner am Abend setzte den Rahmen für vertiefende Diskussionen - von gebrauchten Rädern über Versicherungs- und Servicemodelle bis zur Frage, wie Händlerinnen und Händler 2026 Frequenz und Vertrauen zurückgewinnen.

Starkes Feedback für den Prolog 2026
Die Resonanz auf den Prolog fällt überaus positiv aus. Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Geschäftsführer von Alteos, sprach von "guten Gesprächen und tollen Begegnungen beim diesjährigen SAZbike Prolog".
Jessica Schumacher, Geschäftsführerin von Isy, fasste den Tag als "guter Tag mit guten Diskussionen" zusammen und kündigte ein Wiedersehen 2027 an. Die Rückmeldungen unterstreichen den Netzwerkcharakter der Veranstaltung - und die Relevanz der diskutierten Themen für die Branche.
Mehr Details folgen - Die Diskussion läuft
Die SAZbike-Redaktion wird die zentralen Erkenntnisse aus Vorträgen und Panels weiter auswerten und vertiefen - unter anderem mit zusätzlichen Details zu den Award-Ergebnissen, den KI-Impulsen und den Diskussionslinien aus den Panels.
Die nächste Gelegenheit zum persönlichen Austausch steht bereits fest: Vom 30. August bis 1. September 2026 kommt die Branche beim SAZbike Testival in Garmisch-Partenkirchen wieder zusammen.
Beim neuen B2B-Testevent treffen sich Entscheiderinnen und Entscheider aus Handel und Industrie, um Produkte unter realen Bedingungen zu testen, Orderentscheidungen vorzubereiten und den Dialog fortzusetzen.
Wer die strategischen Diskussionen des Prologs in konkrete Produkt- und Sortimentsarbeit übersetzen möchte, findet hier den passenden Rahmen.