HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juni erstmals seit Februar leicht verbessert. Das HDE-Konsumbarometer bleibt jedoch auf niedrigem Niveau, da geopolitische Unsicherheiten, steigende Preise und schwache Konjunkturerwartungen die Konsumbereitschaft weiter belasten.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juni erstmals seit Februar 2026 wieder leicht verbessert. Von einer Erholung des privaten Konsums kann nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) jedoch nicht gesprochen werden: Das Stimmungsniveau bleibt schwach, die Unsicherheit hoch.
Nach mehreren Rückgängen in den Vormonaten legt das HDE-Konsumbarometer gegenüber Mai leicht zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch deutlich eingetrübt. Belastend wirken weiterhin der Iran-Krieg, gestiegene Preise und die Sorge vor einer schwachen konjunkturellen Entwicklung. Die Anschaffungsneigung verbessert sich nur geringfügig und bleibt ebenfalls klar unter dem Vorjahreswert.
Besonders zurückhaltend fällt der Blick auf die Gesamtwirtschaft aus. Die Konjunkturerwartungen bewegen sich auf einem Niveau, das zuletzt Anfang 2023 erreicht wurde. Damit bleibt die Bereitschaft zu größeren Ausgaben begrenzt. Zugleich zeigt sich eine leichte Verschiebung vom Sparen hin zum Konsum, ohne dass daraus bereits ein belastbarer Trend abgeleitet werden kann.
Die Bilanz der ersten Jahreshälfte fällt entsprechend verhalten aus. Der leichte Anstieg im Juni beendet zwar vorerst die Abwärtsbewegung, liefert aber noch keinen Hinweis auf eine spürbare Belebung im zweiten Halbjahr. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleiben nach HDE-Einschätzung vor allem ein Ende des Iran-Kriegs sowie wirtschaftspolitische Entlastungen. Ob diese Faktoren die Konsumstimmung und damit auch die Einzelhandelskonjunktur stützen können, dürfte sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.