Eurobike 2027: Neu und doch altbekannt

Foto: Eurobike
Die internationale B2B-Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette – das soll die Eurobike werden. Einiges ist neu, anderes jedoch altbekannt.
Die Eurobike 2027 findet nun doch zu Beginn des Sommers vom 30. Juni bis 2. Juli statt. Diese Terminveränderung war schon vor der heutigen Pressekonferenz bekannt geworden, womit der vor einigen Monaten angekündigte Wechsel in den September wieder passé ist. Das gilt auch für den während der diesjährigen Eurobike verkündeten zweijährigen Turnus ab 2027, auch dieser ist Geschichte, denn die Messe in Frankfurt bleibt bei der jährlichen Ausrichtung.
Neue Meeting-Möglichkeiten
Definitiv neu ist das Konzept "Your Business Base". Dieses soll es Unternehmen, die nicht als Aussteller an der Eurobike teilnehmen, aber auf der Messe ihre Kontakte treffen wollen, exklusive Meetingräume ermöglichen. Diese sind laut der Messe je nach Bedarf erweiterbar. Zwei Pakete sind dabei möglich: Ersteres umfasst zwölf voll ausgestattete Quadratmeter für bis zu vier Personen und startet ab 9.000 Euro (Frühbuchertarif, später 11.000 Euro). Das zweite Paket bietet mit 22 Quadratmetern Platz für bis zu acht Personen. Zu beiden Paketen gehört die gemeinsam nutzbare Lounge mit Empfangscounter und Wartebereich. Für optionale Leistungen wie beispielsweise eine Decke sind zusätzliche Zahlungen erforderlich.
Ebenfalls verändert haben sich die Flächenpreise. So gilt bis 31. Oktober ein Frühbucherpreis von 164 Euro pro Quadratmeter, danach sind es 194 Euro. Laut Fairnamic ist dies im Vergleich zu den bisherigen Preisen eine Reduzierung um rund 20 Prozent. Unverändert bei 150 Euro je Quadratmeter liegt der Preis für die Fläche im Freigelände.

Foto: Eurobike
Klare Fokussierung
Den Fokus will das Fairnamic-Team um Geschäftsführer Philipp Ferger in Zukunft vor allem auf die Internationalität, die hohe mediale Reichweite der Eurobike und ihre Funktion als globale Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche legen. "Unser Anspruch ist es, die relevanten Akteure aus allen Weltmärkten für Geschäft, Innovation und Austausch zusammenzubringen", so Ferger dazu. In Bezug auf den deutschen Fachhandel soll dabei der Fokus auf Entscheiderinnen und Entscheidern liegen, die gezielt auf die Eurobike gebracht werden sollen.
Der Fairnamic ist allerdings die Größe der Herausforderung bewusst. Zwar ist, laut Show Director Matthias Pietsch, der neue Termin der richtige Moment für die Eurobike im internationalen Branchenkalender.
"Drei fokussierte B2B-Tage, an denen Neuheiten gezeigt, Entscheidungen vorbereitet und Geschäfte angebahnt werden. Wir bauen die Eurobike konsequent zur Plattform für internationale Geschäftsverbindungen aus: mit gezieltem Matchmaking, buchbaren Meeting-Formaten und einem Umfeld, das Hersteller, Zulieferer und Technologietreiber aus aller Welt zusammenbringt", so Pietsch.
Gleichzeitig rechnet er jedoch mit einem ähnlichen Aussteller- und Besuchervolumen in diesem Jahr, was im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlicher Rückschritt ist. Nach der Eurobike 2027 wird klar sein, wie das neue Konzept in der Fahrradbranche ankommt und sich auf Aussteller- und Besucherzahlen auswirkt.