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Deutscher Fahrradpreis 2026: Bayern und Hamburg dominieren die Gewinnerliste

Foto: Deutscher Fahrradpreis | Christophe Francois Fotografie

Der Deutsche Fahrradpreis 2026 wurde verliehen. Prämiert wurden drei verschiedene Projekte. Die Preisverleihung fand am 20. Mai 2026 in Düsseldorf im Rahmen des AGFS-Kongresses statt.

Beim Deutschen Fahrradpreis 2026 zeichnete die Fachjury drei Projekte aus, die unterschiedliche Aspekte der Radverkehrsförderung abbilden. Die Preisverleihung fand am 20. Mai 2026 im Rahmen des AGFS-Kongresses im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt.

In der Kategorie Infrastruktur setzte sich die „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“ durch. Die Stadt Lindau am Bodensee hat die Strecke mit nahezu durchgängig 5,5 Meter breiten Fahrradstraßen ausgebaut, den Bodenseeradweg aufgewertet und Mobilitätsstationen integriert. Fuß- und Radverkehr sind konsequent getrennt, Radfahrerinnen und Radfahrer genießen Vorrang im öffentlichen Raum. Ziel ist eine klar priorisierte Hauptachse für den Radverkehr mit höherer Sicherheit und Komfort.

In der Kategorie Service & Kommunikation erhielt die Posmo GmbH aus München für den „VelObserver für Schulen“ den Preis. Das digitale System ermöglicht es Jugendlichen, ihre Schulwege zu erfassen, Risiken zu identifizieren und sichere Wege auszuwählen. Durch Challenges und Auswertungen stärken die Schülerinnen und Schüler ihre Mobilitätskompetenz und lernen, Radwege kritisch zu beurteilen.

Die Auszeichnung in der Kategorie Ehrenamt ging an Westwind Hamburg e.V. für das Projekt „Fahrräder für Bedürftige“. Seit 2015 stellt der Verein gespendete Fahrräder nach Sicherheitsprüfung zu Sozialpreisen bereit. Mobile Werkstätten reparieren Räder direkt vor Ort, ergänzende Workshops und Trainings fördern insbesondere Kinder und Jugendliche. Über 4.800 Fahrräder wurden bisher übergeben, wodurch das Projekt einen nachhaltigen sozialen Effekt erzielt.

Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW meint: „Die Gewinnerprojekte beweisen: Die Zukunft des Radverkehrs wird nicht nur geplant, sondern auch umgesetzt. Jedes Projekt leistet mit innovativen Ansätzen und praxisnahen Ideen einen Beitrag zur Stärkung des Radverkehrs und zur Gestaltung lebenswerter Städte und Gemeinden.“ Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ergänzt: „Alle drei Projekte setzen wichtige Impulse und zeigen die Vielfalt der Radverkehrsförderung.“

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