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Debatte um Überführungskosten: Wo der VSF dem VDZ widerspricht

Foto: VSF

Der VDZ lehnt pauschale Überführungskosten im Fahrradfachhandel ab. Der VSF teilt die Forderung nach Transparenz, hält eine Umlage realer Zusatzkosten aber für betriebswirtschaftlich notwendig.

Der Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) spricht sich gegen pauschale Überführungskosten aus. Zusatzaufwände sollten nur dort berechnet werden, wo sie tatsächlich entstehen - transparent und verursachergerecht.

VDZ: Keine pauschalen Gebühren

Die Branche stehe weiter unter Druck durch hohe Lagerbestände, geringe Margen und aufwendige Leasingprozesse. Pauschale Gebühren seien dafür kein geeignetes Mittel, so der Verband.

Der Verbund Service und Fahrrad (VSF) stimmt der Analyse weitgehend zu, zieht aber andere Schlüsse. "Die zusätzlichen Aufwendungen trägt der Handel im Moment mehrheitlich selbst - und das können sich viele Betriebe nicht mehr leisten", sagt Geschäftsführer Uwe Wöll.

Überführungsgebühren sind kein Selbstzweck

Überführungsgebühren seien kein Selbstzweck, könnten aber ein Werkzeug sein, um reale Kosten abzubilden - sofern sie fair und differenziert angewendet werden, so Wöll.

Beide Verbände fordern langfristig einheitliche, transparente Konditionen zwischen Handel, Leasinganbietern und Versicherungen, um wirtschaftlich tragfähige Strukturen zu sichern.

Wie sich faire Vergütungsmodelle in der Praxis umsetzen lassen, analysiert SAZbike ausführlich in der kommenden Ausgabe, die am 26. Januar 2026 erscheinen wird. Dort ordnen Branchenvertreterinnen und -vertreter ein, welche Wege zu einer tragfähigen Lösung führen können.

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