
Cleverbikes eröffnet Store in Ratheim

Foto: Frederik Schlößer
Mit einem neuen Standort in Ratheim erweitert Cleverbikes sein Filialnetz. Das Unternehmen setzt auf aufbereitete E-Bikes aus Leasingverträgen und bietet diese je nach Modell deutlich unter Neupreis an. SAZbike hat mit den Gründern gesprochen.
Mehr dazu findet ihr in der heutigen SAZbike-Topnews!

Accell meldet Fortschritte beim Umbau und steigende Nachfrage

Die Accell-Gruppe sieht sich nach zwei Jahren Restrukturierung operativ stabilisiert und berichtet von anziehender Nachfrage. Das Unternehmen habe Prozesse gestrafft, die Organisation integriert und sich von Randmarken getrennt, um sich auf skalierbare Kernmarken zu konzentrieren, heißt es in einem Update.
Im Zuge des Umbaus wurden unter anderem Vertrieb und Struktur vereinfacht sowie die Verschuldung reduziert. Zusätzliche Finanzierung habe die Umsetzung der Transformation beschleunigt. Ziel sei eine stabile finanzielle Position bis Ende 2026. Parallel richtet Accell seine Strategie stärker auf die kommerzielle Entwicklung aus. Unter dem Programm "Ride to Win" sollen Markenportfolio, Teilegeschäft und Händlernetz enger verzahnt werden.
CEO Jonas Nilsson verweist auf Fortschritte bei der Umsetzung und positive Rückmeldungen aus dem Markt. "Das Team hat jeden Schritt des Plans umgesetzt", sagt Nilsson. Modelle hätten in Tests und bei Kundenbewertungen früh gute Ergebnisse erzielt. Dies deute auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit hin.
Auch produktseitig treibt Accell die Entwicklung voran. Neue Modelle in mehreren Segmenten sowie Auszeichnungen in Vergleichstests hätten die Marktresonanz gestützt. Zudem wurde die Marke Babboe nach Qualitätsanpassungen wieder in ausgewählten Märkten eingeführt.
Nach einem schwierigen Branchenumfeld zeigen sich laut Unternehmen erste Erholungstendenzen in zentralen Segmenten. Dies spiegele sich in steigenden Auftragseingängen wider. Das Teile- und Zubehörgeschäft entwickle sich weiterhin stabil und trage zur Ergebnisverbesserung bei. Langfristig sieht Accell strukturelle Nachfrageimpulse durch Urbanisierung und den Trend zu nachhaltiger Mobilität.

Canyon ernennt Matthias Meier zum CEO

Der Koblenzer Fahrradhersteller Canyon stellt seine Führung neu auf: Matthias Meier übernimmt zum 1. Mai 2026 den Posten des Chief Executive Officer und bildet künftig gemeinsam mit Gründer und Executive Chairman Roman Arnold die Unternehmensspitze.
Meier wechselt nach mehr als zwölf Jahren vom Komponentenhersteller DT Swiss zu Canyon. Dort war er unter anderem als Chief Sales & Marketing Officer, Vice President sowie zuletzt als Co-CEO tätig.
Bei Canyon übernimmt der neue CEO die Gesamtverantwortung für das weltweite Geschäft. Im Fokus stehen die kommerzielle Steuerung, nachhaltiges Wachstum sowie die Weiterentwicklung des Direct-to-Consumer-Modells. Parallel soll das internationale Netzwerk an Service- und Experience-Partnern ausgebaut werden.
"Die größte Herausforderung in dieser Branche ist es, eine Marke aufzubauen, an die Fahrerinnen und Fahrer wirklich glauben", erklärt Matthias Meier, Chief Executive Officer bei Canyon Bicycles. Das Unternehmen will unter der neuen Führung seine strategischen Wachstumsfelder weiterentwickeln und die Verbindung zur Radsport-Community stärken.

E-Bike Festival bringt Dortmunds Innenstadt erneut auf Touren

Vom 17. bis 19. April wird die Dortmunder City erneut zur Bühne für das E-Bike Festival. Die neunte Auflage verbindet Produktschau, Testbetrieb und Rahmenprogramm im öffentlichen Raum und setzt damit weiter auf das bewährte Konzept aus Expo, Probefahrten und Stadterlebnis.
Zentrum des Festivals sind erneut Reinoldikirche, Alter Markt und Kleppingstraße. Dort präsentieren nach Veranstalterangaben rund 100 Marken ihre Modelle und Zubehörlösungen. Geplant sind zudem etwa 1.000 Testräder, die kostenlos ausgeliehen und auf abgesperrten Flächen oder bei geführten Touren ausprobiert werden können. Das Spektrum reicht vom City- und Trekkingrad bis zum E-Mountainbike, Gravel- und Lastenrad. Ergänzend sind auch Probefahrten mit E-Autos vorgesehen.
Der Auftakt erfolgt am Freitag um 14 Uhr mit der offiziellen Eröffnung und der Tour "Ab ins Grüne". Am Abend schließt sich eine "Critical Mass" mit anschließendem Get-together auf dem Alten Markt an. Für den Samstag sind weitere Touren sowie Cargobike-Polo angesetzt, am Abend folgt das "Kettenkino" an der Reinoldikirche.
Der Sonntag verbindet den Festivalbetrieb mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt. Geplant sind außerdem mehrere Mountainbike-Trial-Shows von Dominik Raab sowie weitere Ausfahrten durch Stadtgebiet, Grünräume und Quartiere mit industriekulturellem Bezug.
Im Vorjahr besuchten laut Veranstalter mehr als 60.000 Menschen das E-Bike Festival in der Dortmunder Innenstadt.

Bike-Opening bei Sporthaus Schuster: Rennrad-Boom trifft auf wachsende Community

Rund 200 Gäste haben im Münchner Sporthaus Schuster den Start in die Fahrradsaison und die neue Bike-Fläche begleitet. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Panel zum Rennrad-Boom - mit klarer Botschaft: Der Sport entwickelt sich zunehmend über Gemeinschaft und niedrigschwellige Zugänge.
"Es geht um Lifestyle, Community und darum, neue Zielgruppen zu erreichen", hieß es im Panel-Talk einhellig. Einig waren sich die Beteiligten auch, dass der Einstieg in den Sport heute breiter angelegt ist - auch durch Social Media, zugleich aber mit neuen Spannungsfeldern zwischen Inszenierung und Zugänglichkeit.
Konstantin Rentrop, Geschäftsführer Sporthaus Schuster, ordnet die strategische Ausrichtung ein: "Rennrad war auch schon immer ein Thema, was jetzt aber in den letzten Jahren noch mal größer geworden ist." Die Motive hätten sich erweitert, die Zielgruppe sei breiter geworden. Entsprechend investiere das Unternehmen gezielt in das Segment als "konsequente Fortführung" des bestehenden Bike-Angebots.
Zugleich betont Rentrop den inklusiven Ansatz: "Wir wollen alle diese Zielgruppen ansprechen", unabhängig davon, ob Leistung oder Ausgleich im Vordergrund stehe. Produkte sollten dabei nicht zur Zugangsvoraussetzung werden.
Auch aus städtischer Perspektive zeigt sich die Dynamik. Der Radverkehrsanteil in München liegt laut Florian Paul, Radverkehrsbeauftragter der Stadt, bei rund 21 Prozent. Wachstum und Diversifizierung erhöhen jedoch den Druck auf Infrastruktur und Miteinander.
Mit der neuen, rund 400 Quadratmeter großen Bike-Fläche positioniert sich Schuster als Anlaufstelle für unterschiedliche Zielgruppen - und greift damit eine Entwicklung auf, die den Rennradsport über klassische Leistungslogiken hinaus erweitert.