Austria on Bike 2026: Über 100 Marken auf 2850 Quadratmetern

Vom 15. bis 17. September fand die Austria on Bike 2026 in der Brandboxx Salzburg statt. Über 100 Marken präsentierten sich auf rund 2.850 Quadratmetern. Zudem kündigte der VSSÖ an, die deutsche Werkstattzertifizierung „VSF All-Ride“ ab dem Winter 2026/27 auch in Österreich einzuführen.
Die Austria on Bike 2026 hat vom 15. bis 17. September in der Brandboxx Salzburg stattgefunden und ihre Rolle als zentrale B2B-Veranstaltung der österreichischen Fahrradbranche bestätigt. Über 100 Marken zeigten auf rund 2.850 Quadratmetern ihre Neuheiten, Produkte und Serviceangebote. Organisiert wird die Messe vom Verband der Sportartikelerzeuger und Sportartikelhändler Österreichs (VSSÖ).
Im Mittelpunkt standen Gespräche zwischen Industrie und Fachhandel. Auf einem Testparcours ließen sich Fahrräder und E-Bikes ausprobieren, ein Fachprogramm ergänzte die Ausstellung um Vorträge und Workshops zu Verkauf, Beratung, Werkstatt und Sortimentsplanung. Erstmals fand außerdem ein Lehrlingstag statt, bei dem Nachwuchskräfte Einblicke in Produktberatung und Werkstattpraxis erhielten.
„Austria on Bike bündelt nahezu den gesamten Markt an einem Standort und in drei Tagen. Für die Industrie ist es das zentrale B2B-Format im österreichischen Fahrradmarkt – und für den Fachhandel eine kompakte Entscheidungshilfe für Sortimentsplanung und Order“, sagte Franz Koll, Präsidiumssprecher des VSSÖ.
Auf der Messe kündigte der VSSÖ zudem an, die Werkstattzertifizierung „VSF All-Ride“ des deutschen Verbunds Service und Fahrrad (VSF) nach Österreich zu bringen. Die ersten Schulungen sollen im Winter 2026/27 beginnen. Das Modell verbindet eine Grundlagenschulung mit Qualitäts- und Organisationskriterien, einem Audit und Handlungsempfehlungen für den Betrieb; laut VSSÖ lässt sich damit der Ertrag im Werkstattgeschäft um bis zu 20 Prozent steigern.
„All-Ride soll den Fachhandel nicht mit zusätzlicher Bürokratie belasten, sondern im Alltag konkret helfen – mit klaren Abläufen, nachvollziehbaren Standards und kontinuierlicher Weiterentwicklung von Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit“, sagte Uwe Wöll, Geschäftsführer des VSF.
„Die Werkstatt ist für Fachhändler ein stabiler Ertragspfeiler. Eine strukturierte Zertifizierung kann helfen, Qualität sichtbar zu machen und Ertragspotenziale im Servicegeschäft besser zu nutzen“, sagte Michael Nendwich, Geschäftsführer des VSSÖ und Sprecher des Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich.