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Akku, Helm, Radweg, Versicherung: Das sind die Wissenslücken deutscher E-Biker

Foto: Diamant

Eine Studie im Auftrag von Diamant zeigt Wissenslücken rund um E-Bikes und Pedelecs. Zwar schneidet die DACH-Region beim Regelwissen im europäischen Vergleich gut ab, beim Umgang mit Akkus, Versicherung und Radweg-Nutzung bleibt aber Aufklärungsbedarf.

Der E-Bike-Markt wächst in Europa, doch das Wissen vieler Nutzer hält mit dieser Entwicklung offenbar nicht Schritt. Das zeigt eine europaweite Studie im Auftrag des Fahrradherstellers Diamant. Befragt wurden 4.041 Personen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Italien, Dänemark, Frankreich und den Niederlanden. Im DACH-Raum nahmen 2.204 Radfahrende an der Erhebung teil.

Im europäischen Vergleich liegt die DACH-Region beim Regelwissen vorn. 70 Prozent der Befragten in Deutschland, Österreich und der Schweiz nennen 25 km/h als Tempolimit für E-Bikes. Gemeint ist dabei in der Praxis die gesetzliche Grenze, bis zu der der Motor bei klassischen Pedelecs unterstützt. Ein allgemeines Tempolimit für E-Bikes gibt es nicht. In den Niederlanden nennen 62 Prozent der Befragten 25 km/h, in Dänemark 43 Prozent, in Großbritannien 20 Prozent.

Deutlicher Informationsbedarf zeigt sich beim Akku. Auf die Frage, wie sicher sie sich beim Laden, Lagern und Transport von E-Bike-Akkus fühlen, gaben 44 Prozent der Befragten in der DACH-Region an, unsicher zu sein oder nicht ausreichend Bescheid zu wissen. Zwar ist vielen bewusst, dass Akkus nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen. Im Alltag bleiben laut Studie jedoch Fragen offen, etwa zur richtigen Lagerung, zum Laden oder zum Transport.

Auch bei rechtlichen Themen gibt es Unsicherheiten. Ein Viertel der Befragten geht fälschlicherweise davon aus, dass für klassische Pedelecs eine gesetzliche Helmpflicht besteht. Bei der Radweg-Nutzung zeigen sich ebenfalls Lücken: In den Niederlanden nennen 55 Prozent die Straße nicht als erlaubten Bereich für E-Bikes, in der DACH-Region sind es 15 Prozent. Beim Thema Versicherung geben 30 Prozent der Befragten im DACH-Raum an, unsicher zu sein, wie ihr E-Bike oder Pedelec versichert ist. In Dänemark liegt dieser Wert bei 76 Prozent.

Die Studie untersucht zudem, welche Maßnahmen aus Sicht der Nutzer mehr Sicherheit im E-Bike-Alltag schaffen. 36 Prozent nennen den Ausbau der Radinfrastruktur als wichtigste Option. 64 Prozent entfallen auf schneller umsetzbare Maßnahmen wie klarere Sicherheitsinformationen, bessere Beschilderung, Wartungsangebote oder Fahrtrainings.

„Aufklärung schlägt keine Infrastruktur, sie macht sie wirksamer“, sagt Thomas Eichentopf, Marketing Manager bei Diamant. „Wer E-Bikes nutzt, braucht verlässliche Informationen: beim Kauf, im Handel, auf Herstellerseiten und im Straßenverkehr. Die Branche steht hier genauso in der Verantwortung wie öffentliche Stellen.“

Für Hersteller und Handel ist auch das Informationsverhalten vor dem Kauf relevant. In der DACH-Region informieren sich 58 Prozent der Befragten auf Hersteller-Websites. Der stationäre Fachhandel wird von 54 Prozent genannt. Social Media spielt als primäre Informationsquelle dagegen eine geringere Rolle: 7,4 Prozent der Befragten nennen entsprechende Kanäle als wichtigste Quelle.

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