
ADFC und Zukunft Fahrrad reagieren auf das Klimaschutzprogramm 2026

Das Bundeskabinett hat das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Für 2026 bis 2030 sind acht Milliarden Euro für 67 zusätzliche Maßnahmen vorgesehen. Sowohl der ADFC als auch der Wirtschaftsverband Zukunft Fahrrad nehmen dazu Stellung.
Die wichtigsten Informationen findet ihr in der heutigen SAZbike Top-News!

Little John Bikes eröffnet Filiale in Bergisch Gladbach

Little John Bikes baut sein Filialnetz weiter aus und ist nun auch in Bergisch Gladbach vertreten. Der neue Standort gegenüber dem Kaufland kombiniert Verkauf, Werkstatt und Serviceangebote, darunter eine jährliche kostenlose Inspektion für neu gekaufte Fahrräder und E-Bikes.
Mit der Eröffnung wächst das Unternehmen auf 66 Standorte bundesweit, davon zwölf in Nordrhein-Westfalen. Das Konzept soll dabei unverändert bleiben und sich auf individuelle Beratung, markenoffener Werkstattservice und ein integriertes Leistungsangebot rund ums Fahrrad fokussieren. Im Zentrum steht eine bedarfsorientierte Kundenberatung. Ziel sei es, passende Lösungen für unterschiedliche Nutzungsprofile zu finden.
Dr. Robert Peschke, CEO von Little John Bikes, erklärt: "Mit unserem neuen Standort in Bergisch Gladbach schaffen wir ein Angebot für alle, die beim Fahrradkauf nicht nur auf ein gutes Produkt, sondern auch auf verlässlichen Service und persönliche Beratung Wert legen." Themen wie Fahrrad-Leasing und Service gewännen zunehmend an Bedeutung.
Das Sortiment umfasst Fahrräder und E-Bikes verschiedener Marken, ergänzt durch Wartungs- und Reparaturleistungen auch für externe Räder. Probefahrten sowie Ergonomieberatungen sind Bestandteil des Angebots. Mit der sogenannten Velocard erhalten Käuferinnen und Käufer zudem zwischen Oktober und Februar eine jährliche kostenfreie Inspektion.
Neben dem klassischen Verkauf rückt auch Fahrrad-Leasing stärker in den Fokus. Das Unternehmen bietet hierzu Beratung für Privat- und Geschäftskunden sowie ergänzende Leistungen wie Finanzierung und Versicherung. Mit dem neuen Standort soll die regionale Präsenz gestärkt und eine zusätzliche Anlaufstelle für Mobilitätslösungen geschaffen werden.

ZEG stärkt Vertrieb und Service mit neuer Leitung

Die ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG richtet ihren Vertrieb neu aus und hat dafür die Position des Bereichsleiters Vertrieb und Service nach einer Übergangsphase neu besetzt. Rainer Gerdes verantwortet seit März 2026 die strategische Steuerung des gesamten Vertriebs im Verbund.
Einen direkten Vorgänger in dieser Funktion gab es nicht: Nach dem Ausscheiden der langjährigen Vorstände Georg Honkomp und Egbert Hageböck zum Jahreswechsel 2024/2025 lagen die Aufgaben zunächst beim Vorstand sowie in einer Interimslösung, maßgeblich bei Vorstandsvorsitzendem Fred Schierenbeck.
Mit der Neubesetzung will die ZEG die Schnittstelle zwischen Zentrale und den rund 1.000 angeschlossenen Fachhandelsbetrieben stärken. Zu den Aufgaben von Gerdes zählen die Weiterentwicklung der Vertriebsorganisation, die engere Betreuung der Mitglieder sowie die Positionierung der Eigen- und Verbundmarken im Markt.
"Die ZEG hat alles, was sie für die nächste Wachstumsphase braucht - starke Marken, starke Händler und ein starkes Netzwerk", erklärt Rainer Gerdes, der neue Bereichsleiter Vertrieb und Service bei der ZEG.

Raymon eröffnet Lateinamerika-Hub in der Dominikanischen Republik

Raymon Bicycles stärkt seine internationale Präsenz und bündelt künftig seine Aktivitäten in Lateinamerika von der Dominikanischen Republik aus. Mit einem neuen Standort in Santo Domingo schafft das Unternehmen die infrastrukturelle Grundlage für weiteres Wachstum in der Region.
Der Standort umfasst ein rund 150 Quadratmeter großes Office für Verwaltung und Organisation sowie ein 200 Quadratmeter großes Lager, um eine schnelle und effiziente Versorgung der Region sicherzustellen. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein 250 Quadratmeter großer Pro MTB & Road Concept Store powered by Raymon, ergänzt durch weitere Werkstatt-, Service- und Lagerflächen.
Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen Kapazitäten in einem Bonded Warehouse nahe des Hafens von Caucedo, um Lieferketten weiter zu optimieren. Von Santo Domingo aus soll künftig die Marktbearbeitung in der gesamten Region gesteuert werden. Dabei setzt Raymon auf lokale Importpartner der jeweiligen Länder.
Die operative Leitung vor Ort übernimmt Ramon Edmundo Marmol Garcia gemeinsam mit einem lokalen Team. Unterstützt wird er unter anderem von Luisa Puello für Logistik und Importeursmanagement sowie Willy Rodriguez im operativen Bereich. Der Concept Store steht unter der Leitung von Albel Luciano. Zudem begleitet Hugo Puigdefabregas als Export Sales Manager Latam & Rest of the World die internationale Entwicklung Raymons.
Zum Start fokussiert sich Raymon auf Road- und (E-)Mountainbikes. Der Fahrradmarkt in der Dominikanischen Republik gilt als wachsend und preislich im oberen Segment angesiedelt. Innerhalb von fünf Jahren strebt das Unternehmen dort eine führende Position an und plant, seine Präsenz in ganz Lateinamerika auszubauen.

HDE-Prognose: Einzelhandel verliert 4900 Geschäfte

Der stationäre Einzelhandel in Deutschland wird auch 2026 weiter schrumpfen. Nach einer aktuellen Prognose des Handelsverband Deutschland (HDE) werden im laufenden Jahr netto 4.900 Geschäfte vom Markt verschwinden - Neueröffnungen bereits miteingerechnet. Damit setzt sich ein langjähriger Negativtrend fort, der zunehmend strukturelle Folgen für Innenstädte hat.
HDE-Präsident Alexander von Preen warnt vor einer schleichenden Gewöhnung an die Entwicklung: "Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4.500 Geschäfte oder mehr." Besonders stark fiel der Rückgang in den Corona-Jahren 2020 bis 2023 aus, als zeitweise über 11.000 Standorte pro Jahr wegfielen. Für 2026 zeichne sich keine Trendwende ab.
Die Gesamtzahl der Geschäfte dürfte laut HDE bis Jahresende auf rund 296.600 sinken. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 366.800. Als zentrale Ursachen nennt der Verband eine schwache Konsumstimmung sowie steigende Kosten für Energie und Personal.
Von Preen fordert unter anderem niedrigere Energiepreise, eine Begrenzung der Lohnnebenkosten sowie mehr Flexibilität bei gewerblichen Mieten. Zugleich appelliert der HDE an Politik und Kommunen, die Attraktivität der Innenstädte gezielt zu stärken. Investitionen in Infrastruktur und Aufenthaltsqualität müssten erleichtert werden, auch durch steuerliche Anreize für private Investoren.