ADFC-Symposium bringt Radverkehr und Gesundheitswesen an einen Tisch

Foto: AMB / Aran Rodriguez
Am 14. Oktober richtet der ADFC in Berlin ein internationales Symposium zu Radverkehr und Gesundheit aus. Fachleute aus Wissenschaft, Ministerien und Krankenkassen diskutieren, wie sich Bewegung im Alltag fördern lässt. Am Ende soll ein gemeinsamer Appell stehen.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) veranstaltet am 14. Oktober 2026 das Internationale ADFC-Symposium „Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft“. Die Tagung läuft von 14.00 bis 19.30 Uhr im Tagungswerk in der Lindenstraße 85 in Berlin, anschließend folgt der ADFC-Herbstempfang.
Ausgangspunkt ist aus Sicht des Verbands der Bewegungsmangel. Er verursache laut WHO und OECD allein in Deutschland jährlich Behandlungskosten von rund zwei Milliarden Euro. Ein Teil der Lösung liege in den alltäglichen Wegen zur Arbeit, zur Schule oder zum Bahnhof, die sich mit dem Rad zurücklegen ließen. Der ADFC will deshalb klären, welchen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen aktive Alltagsmobilität hat und wie sich Wege so gestalten lassen, dass Bewegung für mehr Menschen selbstverständlich wird.
Referenten aus Gesundheit, Verkehr und Politik
Angekündigt sind unter anderem Francesca Racioppi von WHO Europe, Meredith Glaser vom Urban Cycling Institute in Amsterdam und Lucy Saunders, die das Konzept „Healthy Streets“ in London entwickelt hat.
Aus Deutschland kommen Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, Maria Maier-Seel, Leiterin der Abteilung Prävention im Bundesgesundheitsministerium, Iris Reimold, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr im Bundesverkehrsministerium, und Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes.
Hinzu kommen die Psychologin Nanna Notthoff von der Universität Leipzig sowie die Bundestagsabgeordneten Henning Rehbaum (stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses) und Johannes Wagner (Vorstandsmitglied des Parlamentskreises Prävention).
Appell zum Abschluss
Im Umsetzungsforum sprechen Vertreter von Kommunen, Krankenkassen, Wirtschaft und ADFC darüber, was ihr Bereich jeweils beitragen kann, wo neue Kooperationen nötig sind und welche politischen Rahmenbedingungen notwendig sind.
Daraus soll ein gemeinsamer Appell entstehen, der die Bereitschaft zur Zusammenarbeit festhält. Bundestagsabgeordnete greifen ihn anschließend auf und erörtern politische Handlungsmöglichkeiten. Das Foto zum Appell ist für etwa 19.30 Uhr geplant. Das ausführliche Programm steht auf der Website des ADFC. Die Veranstaltung wird nicht gestreamt.