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ADFC fordert sichere Schulwege für Kinder auf dem Rad

Foto: ADFC | April Agentur

Zum Start des neuen Schuljahres rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Eltern, den Schulweg mit ihren Kindern frühzeitig und unter realen Verkehrsbedingungen zu üben. Zugleich fordert der Verband bessere Rahmenbedingungen für eine selbstständige Mobilität von Kindern.

In Hessen, Reinland-Pfalz und im Saarland hat heute für die Kinder das neue Schuljahr begonnen. Passend dazu gibt der ADFC Tipps an Eltern und appelliert an eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Als Grundlage nennt der Verband die Ergebnisse des Fahrrad-Monitors 2025.

Demnach sind 88 Prozent der radfahrenden Kinder gern oder sehr gern mit dem Fahrrad unterwegs, 35 Prozent nutzen es auch auf dem Schulweg. Zugleich fühlen sich viele im Straßenverkehr unsicher: 78 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen haben Angst vor großen Fahrzeugen wie Lkw und Bussen, 75 Prozent fürchten, von einem Auto angefahren zu werden.

Auch die Unfallzahlen zeigen das Risiko. 2024 verunglückten nach ADFC-Angaben 27.260 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr. Von den verunglückten Sechs- bis 14-Jährigen waren 38 Prozent mit dem Fahrrad unterwegs. Besonders häufig ereignen sich Unfälle werktags zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr und damit zu typischen Schulwegzeiten. Eine Untersuchung von 167 Grundschulen kam zudem zu dem Ergebnis, dass lediglich fünf Prozent der untersuchten Schulwege als sicher eingestuft wurden.

Caroline Lodemann, Bundesgeschäftsführerin des ADFC, betont: „Den Schulweg mit dem Fahrrad zu meistern, ist wichtig für die Entwicklung von Kindern.“ Eltern sollten deshalb nicht den kürzesten, sondern den sichersten Weg auswählen, diesen mehrfach gemeinsam abfahren und Gefahrenstellen wie unübersichtliche Kreuzungen oder Grundstücksausfahrten gezielt üben.

Für sichere Schulwege sieht der ADFC allerdings vor allem die Kommunen in der Verantwortung. Neben Tempo 30 und einer kindgerechten Radinfrastruktur fordert der Verband Schulstraßen, die zumindest zu Schulbeginn für den Kfz-Verkehr gesperrt werden können, sowie flächendeckende Schulwegepläne mit sicheren Radrouten.

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