Stimmung im Einzelhandel bleibt verhalten

Foto: Ifo Institut
Die schwache Konsumlaune bremst den Einzelhandel weiter. Trotz leichter Aufhellung bei den Erwartungen bleibt das Geschäftsklima laut Ifo Institut auf niedrigem Niveau.
Die Stimmung im deutschen Einzelhandel hat sich im August kaum verändert. Das Ifo Geschäftsklima der Branche lag bei minus 29,0 Punkten und damit nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Die seit Mai beobachtete Erholung ist damit vorerst ins Stocken geraten.

Die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage schlechter als im Juli. Die Erwartungen für die kommenden Monate hellten sich dagegen leicht auf, blieben jedoch pessimistisch. "Die Stimmung bei den Einzelhändlern bleibt sehr verhalten. Viele Händlerinnen und Händler profitieren bislang kaum von der konjunkturellen Erholung der Gesamtwirtschaft", sagt Patrick Höppner, Branchenexperte am Ifo Institut.
Nach der aktuellen Ifo Konjunkturprognose soll die deutsche Wirtschaftsleistung 2026 um 1,4 Prozent wachsen. Für die privaten Konsumausgaben erwartet das Institut preisbereinigt dagegen lediglich ein Plus von 0,4 Prozent. Als Belastungsfaktor nennt Höppner vor allem die Energiepreise. "Vor allem die gestiegenen Energiepreise erhöhen 2026 die Inflation. Das belastet die Kaufkraft und die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher", erklärt Höppner.
Auch bei der Preisplanung zeigt sich Zurückhaltung. Im August wollten etwas weniger Händlerinnen und Händler als im Juli ihre Preise anheben. Die Mehrheit rechnet mit weitgehend stabilen Preisen. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im August 2026 um 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, Bekleidung und Schuhe verteuerten sich um 0,4 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen um 2,9 Prozent.