Mögliche Übernahme von Accell-Assets: Dutech stellt Fachhandelsmodell in Aussicht

Sollte Dutech im laufenden Verkaufsprozess Vermögenswerte der insolventen Accell Group übernehmen, soll der Vertrieb vollständig über den Fachhandel laufen. Dutech-Business Advisor Eugene Fierkens kündigt ein reines Retailer-Modell an und appelliert zugleich an die Händler, ihre Orders für 2027 aufrechtzuerhalten.
Im internationalen Verkaufsprozess um die Vermögenswerte der insolventen Accell Group bringt sich Dutech mit einem klaren Bekenntnis zum Fachhandel in Stellung. Sollte das Unternehmen Accell-Assets übernehmen, soll das künftige Geschäftsmodell nach Angaben von Eugene Fierkens vollständig auf dem Vertrieb über Händler basieren.
„Was ich sagen kann, ist, dass es ein zu 100 Prozent auf Händler ausgerichtetes Kooperationsmodell ist“, erklärt Fierkens, derzeit Business Advisor Future Business Development bei Dutech. Das Konzept baue auf Prinzipien auf, die er bereits in früheren Funktionen verfolgt habe, und solle die Zusammenarbeit mit Handel und Endkunden weiterentwickeln.
Zu Details des laufenden Verkaufsprozesses äußert sich Fierkens dagegen nicht. Weder zu den beteiligten Parteien noch zur Zahl der Interessenten oder zu möglichen Geboten könne er Angaben machen. Er bestätigt lediglich, dass sich seine derzeitige Beraterrolle im Fall einer Übernahme von Accell-Vermögenswerten durch Dutechin eine Position im Vorstand verändern würde.

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Appell an Händler für die Saison 2027
Gleichzeitig richtet Fierkens einen Appell an das Händlernetz von Accell. Die Handelspartner sollten ihre bestehenden Zusagen und Planungen für die Saison 2027 möglichst unverändert lassen, um einem künftigen Eigentümer einen stabilen Neustart zu ermöglichen.
„Es wäre fantastisch und enorm hilfreich, wenn das Händlernetz ruhig bleibt und das Vertrauen behält“, sagt Fierkens. Gerade in der aktuellen Übergangsphase sei Kontinuität auf Handelsseite von großer Bedeutung.
Accell führt Marken wie Batavus, Sparta, Koga, Winora, Haibike, Ghost, Lapierre und Tunturi. Nach der Insolvenz mehrerer niederländischer Gesellschaften hatten die Insolvenzverwalter Ende August einen internationalen Verkaufsprozess gestartet. Dabei werden sowohl Lösungen für den Gesamtkonzern als auch für einzelne Geschäftsbereiche, Länderaktivitäten oder zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Marken geprüft.
Dutech gehört bereits seit längerem zum Kreis der möglichen Interessenten. Eine geplante Übernahme durch die Dutech-Tochter Tri Star hatte im Juli die Freigabe des Bundeskartellamts erhalten, war vor der Insolvenz der niederländischen Accell-Gesellschaften jedoch nicht mehr abgeschlossen worden.
Wie der Verkaufsprozess ausgeht und ob Dutech tatsächlich zum Zuge kommt, ist weiterhin offen. Mit den Aussagen von Fierkens wird nun jedoch erstmals deutlicher, wie das Unternehmen Accell im Fall einer Übernahme vertrieblich ausrichten würde.