Eon-Umfrage: Fast jeder Dritte in Deutschland besitzt ein E-Bike

Der E-Bike-Besitz in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand: Laut einer repräsentativen Eon-Umfrage verfügen inzwischen 31,4 Prozent der Befragten über ein E-Bike oder Pedelec. Besonders stark wächst die Verbreitung bei jungen Erwachsenen.
E-Bikes und Pedelecs gewinnen in Deutschland weiter an Verbreitung. Nach einer repräsentativen Befragung im Auftrag von Eon Energie Deutschland besitzen inzwischen 31,4 Prozent der Bevölkerung ein Elektrofahrrad. Damit hat sich der Anteil seit 2020 mehr als verdoppelt. Damals lag die Quote bei 15,2 Prozent. Gegenüber 2025 entspricht der aktuelle Wert einem Plus von 3,4 Prozentpunkten.
Besonders deutlich ist der Anstieg bei den 18- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe erhöhte sich der Anteil der E-Bike-Besitzer binnen eines Jahres von 19,4 auf 27,2 Prozent. Rund 28 Prozent wollen sich zudem im kommenden Jahr mit dem Kauf eines E-Bikes beschäftigen, 23,3 Prozent planen konkret eine Anschaffung.
"E-Bikes sind im Alltag vieler Menschen angekommen"
Vier von zehn ersetzen Autofahrten
40,4 Prozent der E-Bike-Besitzer nutzen ihr Rad für Strecken, die sie ansonsten mit dem Auto zurückgelegt hätten. Wie stark dieser Effekt ausfällt, variiert deutlich: Ein großer Teil ersetzt bis zu einem Viertel der bisherigen Autofahrten, kleinere Gruppen verlagern mehr als die Hälfte ihrer Wege auf das E-Bike.
Beim Kauf dominiert weiterhin der Privatkauf mit 81,3 Prozent. Knapp elf Prozent nutzen Angebote des Arbeitgebers, etwa Dienstradleasing oder finanzielle Zuschüsse.

Niedersachsen liegt vorne
Im Bundesländervergleich weist Niedersachsen mit 39,4 Prozent die höchste E-Bike-Quote auf. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 34,1 Prozent und Bayern mit 33,7 Prozent.
Auch auf Kreisebene liegt der Nordwesten vorne. Die höchsten Werte erreichen der Landkreis Emsland mit 53,3 Prozent, Cloppenburg mit 53,1 Prozent und Grafschaft Bentheim mit 50,8 Prozent.
Bereitschaft zum flexiblen Laden steigt
61,3 Prozent der E-Bike-Besitzer wären bereit, den Akku bevorzugt dann zu laden, wenn besonders viel Strom aus erneuerbaren Energien verfügbar ist. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 57,8 Prozent.
Eon beziffert die dadurch potenziell zeitlich verschiebbare Energiemenge auf rund 157 Gigawattstunden. Dabei handelt es sich um ein theoretisches Flexibilitätspotenzial, nicht um bereits tatsächlich gesteuerte Ladevorgänge.

Methodik
Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von E.ON Energie Deutschland durchgeführt. Zwischen dem 8. und 23. Juli 2026 wurden online bis zu 30.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sowie 2.500 E-Bike- und Pedelec-Besitzer befragt.