Bessere Einkommenserwartungen stützen Konsumklima

Die Konsumstimmung in Deutschland zeigt zum Spätsommer leichte Erholungstendenzen. Vor allem die deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen stützen das Bild, während die Kaufbereitschaft der Verbraucher weiterhin schwach bleibt.
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im August aufgehellt. Für September steigt das NIM-Konsumklima um 2,8 Punkte auf -26,6 Zähler. Ausschlaggebend sind vor allem deutlich bessere Einkommenserwartungen, während die Anschaffungsneigung nahezu unverändert bleibt.
Die Konjunkturerwartungen setzen ihren leichten Aufwärtstrend fort. Der entsprechende Indikator legt um 2,4 Punkte auf -3,9 Zähler zu und steigt damit zum vierten Mal in Folge. "Zwar liegen die Konjunkturaussichten im Spätsommer noch mehr als sechs Zähler unter dem entsprechenden Vorjahresniveau, dennoch zeigt sich mit dem vierten Anstieg in Folge ein leichter Aufwärtstrend", sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. Bürkl verweist zudem auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent im zweiten Quartal sowie zuletzt bessere Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaft.

Deutlich stärker fällt die Erholung bei den Einkommenserwartungen aus. Der Indikator gewinnt 16,2 Zähler und erreicht mit 1,7 Punkten den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Die Anschaffungsneigung kann davon bislang jedoch nicht profitieren: Sie liegt mit -9,8 Punkten nahezu auf dem Niveau des Vormonats und bewegt sich damit weiterhin im seit mehreren Jahren niedrigen Bereich.
Auch die Sparneigung bleibt hoch. Der Indikator sinkt zwar um 1,5 Punkte auf 15,5 Zähler, liegt damit aber weiterhin ungefähr auf dem Vorjahresniveau.