Nachfolgeregelung gescheitert: Transalpes Bike Manufaktur stellt den Betrieb ein

Die Schweizer Transalpes Bike Manufaktur beendet ihre Geschäftstätigkeit. Nach Unternehmensangaben scheiterte die geplante Übergabe an den designierten Geschäftsführer Thomas Steger. Die Marke und der Betrieb stehen nun zum Verkauf.
Die Transalpes Bike Manufaktur aus Baar stellt ihren Betrieb ein. Grund ist nach Angaben des Unternehmens eine gescheiterte Nachfolgeregelung. Der vorgesehene Geschäftsführer und Nachfolger Thomas Steger habe die vertraglichen Verpflichtungen des geplanten Management-Buy-outs nicht erfüllt und das Unternehmen verlassen.
Damit kommt die angestrebte Übergabe des Unternehmens nicht zustande. Transalpes sieht nach eigenen Angaben keine Möglichkeit, den bisherigen Betrieb unter den derzeitigen Voraussetzungen fortzuführen. Gleichzeitig teilte die Schweizer Manufaktur mit, dass sich für interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer die Möglichkeit biete, das Unternehmen zu übernehmen.
Transalpes entwickelt und montiert seit rund 24 Jahren Mountainbikes und E-Mountainbikes. Die Räder werden am Unternehmenssitz in Baar nach Kundenwunsch aufgebaut und können mit unterschiedlichen Komponenten und Lackierungen konfiguriert werden. Zum Sortiment gehören klassische Mountainbikes sowie E-MTBs mit Antriebssystemen des ebenfalls in der Schweiz ansässigen Herstellers Maxon.
Fokus auf individuell aufgebaute Fahrräder
In den vergangenen Jahren hatte Transalpes sein Angebot insbesondere im E-MTB-Segment ausgebaut. Daneben vertreibt das Unternehmen weiterhin Mountainbikes ohne Motor, Rahmensets, Zubehör und gebrauchte Testbikes.
Neben der Fertigung betrieb Transalpes am Standort Baar ein Testcenter und bot Probefahrten sowie Mietmöglichkeiten an. Die Marke war zudem regelmäßig bei Bike-Veranstaltungen in der Schweiz vertreten.
Wie eine mögliche Übernahme des Unternehmens ausgestaltet werden könnte und welche Bestandteile der Manufaktur zum Verkauf stehen, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch einen konkreten Termin für das endgültige Betriebsende nannte Transalpes nicht.