Konsumklima bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau. Im Juli verändert sie sich nur geringfügig: Der Indikator des NIM Konsumklimas sinkt in der Prognose für August um 0,3 Punkte auf minus 29,6 Zähler.

Ausschlaggebend für diese Ergebnisse sind niedrigere Einkommenserwartungen und eine gestiegene Sparneigung. Die Anschaffungsneigung und die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung legen dagegen leicht zu.
Nach den Zuwächsen der vergangenen Monate gehen die Einkommenserwartungen wieder zurück. Der entsprechende Indikator verliert 2,3 Punkte und liegt nun bei minus 14,5 Zählern. Die Verbraucher beurteilen ihre finanzielle Lage in den kommenden zwölf Monaten damit weiterhin zurückhaltend.
Die Sparneigung steigt um 3,1 Punkte auf 17 Zähler. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag der Wert bei rund minus 24 Punkten. Das derzeit hohe Niveau weist darauf hin, dass viele Haushalte dem Aufbau finanzieller Rücklagen weiterhin Vorrang geben.
Bei der Anschaffungsneigung zeigt sich eine leichte Verbesserung. Der Indikator steigt um 3,5 Punkte auf minus 9,9 Zähler, verbleibt damit aber im negativen Bereich. "Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert", sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben", erklärt er weiter.
Die Konjunkturerwartungen steigen zum dritten Mal in Folge. Der Indikator gewinnt 2,4 Punkte und erreicht minus 6,3 Zähler. Trotz der Verbesserung rechnet die Mehrheit der Befragten mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Zugleich nehmen die Preiserwartungen leicht zu. Der entsprechende Wert steigt um 0,8 Punkte auf minus 2,1 Zähler.