Trotz deutlichem Umsatzrückgang: KTM steigert Gewinn

Die KTM Fahrrad Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024/25 knapp 18 Prozent weniger umgesetzt. Trotz des schwierigen Marktumfelds stiegen der Jahresüberschuss, der operative Cashflow und die Produktion deutlich. Für 2025/26 bleibt das Unternehmen vorsichtig.
Die KTM Fahrrad Gruppe hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem weiteren Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse sanken von 468 Millionen Euro auf 383,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von knapp 18 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens wurde der Umsatz weiterhin maßgeblich durch den langfristigen Auftragsbestand aus früheren Jahren getragen. Neue Aufträge seien erneut nur in geringem Umfang eingegangen.
Gleichzeitig verbesserte der Fahrradhersteller aus Mattighofen seine Ertragslage. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 22,3 Prozent auf 57,6 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 36,9 Millionen Euro auf 43,1 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis legte von 49,2 Millionen Euro auf 58 Millionen Euro zu.
Auch bei Produktion, Absatz und Lagerbeständen verzeichnete das Unternehmen Fortschritte. Die Produktion erhöhte sich um 64,2 Prozent auf 116.457 Fahrräder. Der Absatz wuchs um 2,9 Prozent auf 219.417 Einheiten. Gleichzeitig reduzierte KTM Fahrrad den Lagerbestand um 28,5 Prozent auf 96.534 Fahrräder. Dazu trugen Abverkaufsaktionen bei E-Bikes sowie bei konventionellen Fahrrädern bei.
Überangebot belastet Markt
Als Hauptgrund für die schwache Umsatzentwicklung nennt KTM Fahrrad die weiterhin schwierige Lage auf dem internationalen Fahrradmarkt. Händler müssten noch immer hohe Bestände abbauen und hielten sich bei neuen Bestellungen zurück. Das weltweite Überangebot an Fahrrädern und E-Bikes führe zu Preisnachlässen sowie zu Belastungen bei Umsatz und Rendite.
Die Finanzlage des Konzerns entwickelte sich dagegen positiv. Der operative Cashflow stieg von 50,6 Millionen Euro auf 93,5 Millionen Euro. Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag von 89,3 Millionen Euro auf 152 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 67 auf 73,6 Prozent.
Strategisch setzt die Gruppe weiter auf die Produktion in Österreich sowie auf neue E-Bike-Modelle und Rahmentechnologien. Künftig sollen jährlich mindestens 25 Prozent des Umsatzes im E-Bike-Segment mit Modellen erzielt werden, die im Vorjahr noch nicht auf dem Markt waren. Zudem plant das Unternehmen Investitionen in die Digitalisierung, darunter eine neue B2B-Plattform, ein verbessertes Reklamationssystem und digitalisierte Produktionsprozesse.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 rechnet KTM Fahrrad mit einem leichten Umsatzrückgang und einem geringeren Jahresüberschuss. Die EBIT-Marge soll nach Unternehmensangaben stabil bleiben.