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Geschäftsklima bei Selbständigen verbessert sich leicht

Katrin Demmelhuber, Expertin am Ifo Institut
Foto: Ifo Institut

Die Stimmung unter Soloselbständigen und Kleinstunternehmen hat sich im Juni leicht aufgehellt. Eine Trendwende ist jedoch nicht erkennbar, zugleich wird der Zugang zu Krediten schwieriger.

Der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von minus 27,7 Punkten im Mai auf minus 25,9 Punkte. Trotz weniger pessimistischer Erwartungen bleibt das Geschäftsklima deutlich im negativen Bereich. Die aktuelle Lage bewerteten die Befragten schlechter als im Vormonat. "Von einer Trendwende kann noch keine Rede sein", sagt Katrin Demmelhuber, Expertin am Ifo Institut. "Die Richtung stimmt, aber bis zu einer durchgreifenden Erholung ist es ein weiter Weg."

Zwischen den Berufsgruppen zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Selbständige Dienstleister beurteilten ihre gegenwärtige Geschäftslage seltener negativ, blickten jedoch skeptischer auf die kommenden Monate. Im selbständigen Einzelhandel verbesserten sich dagegen die Erwartungen. Zugleich verschlechterte sich die Bewertung der laufenden Geschäfte und sank auf einen neuen Tiefstand.

Angespannter ist zudem die Finanzierungssituation. Im zweiten Quartal berichteten 44,8 Prozent der Selbständigen von Schwierigkeiten bei Kreditverhandlungen. Im Vorquartal waren es 34,6 Prozent. In der Gesamtwirtschaft stieg der entsprechende Anteil von 31,7 auf 40,1 Prozent. Die Kreditnachfrage blieb insgesamt niedrig: Lediglich 9,3 Prozent der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen führten Gespräche mit Banken über eine Finanzierung.

Besonders betroffen ist der Einzelhandel. Dort erhöhte sich der Anteil der Selbständigen mit Problemen beim Kreditzugang von 41,0 auf 59,1 Prozent. Gleichzeitig stieg die Kreditnachfrage in der Branche von 13,3 auf 14,8 Prozent. Nach Einschätzung Demmelhubers hat sich der Zugang zu Finanzierungen für kleine Betriebe damit merklich erschwert.

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