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Softwarefehler führt zu Rückruf mehrerer Decathlon-Pedelecs

Foto: KI-generiert mit ChatGPT

Der Rückruf mehrerer Decathlon-Pedelecs in Österreich wegen eines Softwarefehlers lenkt den Blick auf neue Sicherheitsrisiken bei elektrischen Fahrrädern. Der Fall zeigt, dass nicht mehr nur Rahmen, Bremsen oder Gabeln geprüft werden müssen, sondern zunehmend auch das Zusammenspiel von Motor, Getriebe, Sensorik und Steuerung.

Mehrere Pedelec-Modelle von Decathlon sind in Österreich wegen eines sicherheitsrelevanten Softwarefehlers vom Rückruf betroffen. Das europäische Schnellwarnsystem Safety Gate veröffentlichte Warnmeldungen zu den Modellen "LD 940E Automatic Owuru", "E-ACTV 900 LF/HF Automatic Owuru" und "LD 920E Automatic Owuru". Nach Angaben der Behörden können sich die Pedale während der Fahrt plötzlich rückwärts drehen. Dadurch könnten Fahrer die Kontrolle über das Pedelec verlieren und stürzen. In Österreich wurden Verbraucherwarnungen und Rückrufmaßnahmen veranlasst.

Ursache ist kein klassischer Material- oder Konstruktionsmangel, sondern ein Fehler im Zusammenspiel des automatischen Owuru-Getriebes mit Motor, Sensorik und Steuerung. Ernst Brust, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Mikromobilität, sieht darin einen Hinweis auf veränderte Anforderungen an die Produktprüfung. Moderne Pedelecs seien komplexe mechatronische Systeme, bei denen Fehler in der Regelung unmittelbar gefährliche Fahrsituationen auslösen könnten.

Brust fordert deshalb, nicht nur einzelne Komponenten, sondern das verwendungsfertige Gesamtfahrzeug unter realistischen Betriebsbedingungen zu prüfen. Ähnliche Anforderungen ergeben sich bei E-Scootern: Decathlon ruft derzeit auch die Modelle "Btwin MD500E" und "SD500E" zurück, weil bei intensiver Nutzung Risse an der Verbindung zwischen Rahmen und Vorbau entstehen können.

Beide Fälle verdeutlichen unterschiedliche Risiken elektrischer Mikromobilität. Während bei den Pedelecs die Software im Mittelpunkt steht, betrifft der E-Scooter-Rückruf die Betriebsfestigkeit. Entscheidend ist jeweils das Zusammenwirken aller Komponenten unter realer Belastung.

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